400 Kilogramm Materialien für Ausstellung auf Reisen geschickt

Von: Nina Krüsmann
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Vorstandsmitglied und Schatzmeister Peter Küppers organisierte die beeindruckende Aachener Dauerausstellung in Kostroma. Foto: Krüsmann

Aachen. Öcher Orden, Kaiser Karl und Andenken an die Reit-EM zieren jetzt die Vitrinen der Bibliothek in Kostroma. Die dauerhafte Ausstellung zur Geschichte und Kultur von Aachen in der staatlichen Bibliothek im Zentrum von Kostroma ist ein neuer Höhepunkt der Freundschaft zwischen Aachen und Kostroma.

Vorstandsmitglied und Schatzmeister Peter Küppers organisierte diese Schau zum Abschluss der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der Städtepartnerschaft. „Es ist eine Freundschaft, bei der die Politik außen vor bleibt und allein der menschliche Faktor zählt“, betont Küppers. Seit zehn Jahren besteht zwischen den Aachener Bürgern und ihren Freunden aus der russischen Stadt Kostroma ein herzlicher Austausch. Die ersten freundschaftlichen Bande sind bereits älter als der Vertrag der die Städtepartnerschaft auch offiziell besiegelte.

Nicht nur Fotos und historische Zeitleisten, auch jede Menge Öcher Anschauungsobjekte aus dem Öcher Alltag – von Printen bis zu Karnevalsorden – hat der Verein nach Russland transportiert. Hinzu kamen 20 LED-Leuchten, 40 Bilderrahmen, 40 Meter Hängeschienen, 24 Roll-Up-Aufsteller, die nun der Bibliothek dauerhaft auch für andere Ausstellungsprojekte zur Verfügung stehen.

Die Unterstützung war groß: Allein das AAK-Archiv hat 100 Karnevalsorden als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Sogar ein Kostüm des KV Immer Plaaan und des Senats der Prinzengarde konnten beigesteuert werden. Der Aachen Tourist Service, Dom und Rathaus, Karl der Große, die Reit-EM und der CHIO, Aachener Firmen wie Lambertz, Lindt und Zentis sowie die FH und die RWTH als Ansprechpartner für Studieninteressierte aus Kostroma sind nun präsent. Die Vorsitzende Annelore Einmahl hat alle Texte zur Geschichte ins Russische übersetzt. „Rund 400 Kilogramm Materialien wurden auf dem Postweg und in den Koffern unserer Mitglieder transportiert und 300 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit Leben gefüllt“, fasst Küppers zusammen.

„Durch die Städtepartnerschaft haben die Bürger die Möglichkeit das einfache Russland kennenzulernen – abseits der Fernsehberichterstattung und der Politik“, betont die Vorsitzende Annelore Einmahl. Im wechselnden Rhythmus besuchen sich die Aachener und die Russen gegenseitig. „Auf diesen Reisen sind in den vergangenen Jahren viele herzliche, persönliche Freundschaften entstanden. Immer besuchen wir auch Orte im Umkreis von Kostroma, um einen Eindruck von der Weite des Landes zu erhalten“, erklärt Einmahl, die viele Gemeinsamkeiten entdeckt hat.

Beide Städte haben eine ähnliche Größe und beide historische Relevanz – Aachen durch den ersten europäischen Kaiser Karl und Kostroma durch den ersten russischen Zar Michail aus dem Stammhaus der Romanows. Kostroma hat die Wolga – und Aachen hat Bäche. Nicht zuletzt war die Tuchindustrie in der Aachener Region bedeutend, und in Kostroma spielt die Textilindustrie, insbesondere Leinen, noch heute eine große Rolle.

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