40 Jahre lang „Luisianer“ aus Leidenschaft

Von: Rita Voigt
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Abschiedsfeier für Werner Georgi (Mitte): Geschäftsführer Werner Reiche, der Ärztliche Direktor Dr. Wolfgang Reeker, Klaus Peters und OB Marcel Philipp (v.l.) würdigten das ehrenamtliche Engagement. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die beiden kennen sich mittlerweile sehr gut. Vor anderthalb Jahren hat ihm Marcel Philipp den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am Bande „für das herausragende ehrenamtliche Engagement“ überreicht, im April dieses Jahres war Philipp einer der ersten Gratulanten zum 80. Geburtstag.

Natürlich ließ es sich Aachens OB nicht nehmen, auch bei der jüngsten Feierstunde zu Ehren von Werner Georgi dabei zu sein. Aufsichtsrat, Direktorium, Ärzte, Mitarbeiter und Freunde waren im Quellenhof zusammengekommen, um Georgi für seine unzähligen Verdienste für den Evangelischen Krankenhausverein zu Aachen (EKV), in dessen Trägerschaft das Luisenhospital ist, zu danken.

Seit 1977 engagiert sich der Aachener für das Haus und seine Menschen, seit 37 Jahren im Aufsichtsrat, dessen Vorsitzender er seit 1999 ist. Nun wird er sein Amt abgeben. „Es ist beeindruckend zu sehen, dass es in unserer Stadt Menschen gibt, die auf so uneigennützige Weise dienen und sich für unsere Gesellschaft einsetzen wie es Werner Georgi tut“, würdigte Philipp den scheidenden Aufsichtsratsvorsitzenden.

Der Ärztliche Direktor des Luisenhospitals, Dr. Wolfram Reeker, bezeichnete ihn als „Luisianer“ aus Leidenschaft. „Werner Georgi hat nahezu täglich, nicht selten bis zu acht Stunden, ehrenamtlich für ‚sein‘ Luisenhospital gearbeitet. Für die Belange der Mitarbeiter und der Patienten hat er immer ein offenes Ohr.“ Der harmonische und respektvolle Umgang mit allen Mitarbeitern sei ihm ist ein ganz besonderes Anliegen, so Reeker. Mit seiner Unterstützung habe man viele zukunftsweisende Projekte verwirklicht. Viele medizinischen Großgeräte habe das Luisenhospital dank seiner Initiative anschaffen, zahlreiche Bau– und Modernisierungsvorhaben umsetzen können. Ein großer, ein mutiger Schritt, den er mit Vorstand und Aufsichtsrat gewagt habe, sei der Bau der Bildungsakademie gewesen, „die zu Recht den Namen seiner Familie trägt“, zählte Reeker die Verdienste Georgis auf.

Aktiv unterstützt er auch den Verein der „Freunde und Förderer des Luisenhospitals“, dessen Vorstand er seit 1983 angehört. Und beim jährlichen Benefizgolf-Turnier – der „Luisenhospital Aachen Golf Trophy“ – zugunsten der Mukoviszidose-Ambulanz harrt Georgi bei Wind und Wetter vom Abschlag des ersten Golfers um 7 Uhr bis zum letzten Spieler am Startpunkt aus.

„Warum tut man das so lange?“, fragte der Geehrte in seiner Dankesansprache. „Es ist nicht aus Tradition, weil meine Familie sich schon immer für das Luisenhospital engagiert hat, sondern es hat etwas mit den Menschen zu tun, die einen begleiten und unterstützen. Im Luisenhospital habe ich mich immer unter Freunden gefühlt, die gemeinsam etwas schaffen wollen.“ Nun aber sei es an der Zeit, das Steuer in andere Hände zu übergeben. „Ich freue mich, dass Klaus Peters, mit dem ich schon so lange zusammengearbeitet habe, mein Nachfolger als Aufsichtsratsvorsitzender wird.“ Und als erste Amtshandlung schlug dieser dem Evangelischen Krankenhausverein vor, Werner Georgi zum Ehrenmitglied zu benennen.

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