40 Jahre Bezirksverwaltung Laurensberg: „Kampf“ längst vorbei

Von: Rolf Hohl
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Selbstbewusst und dankbar. Die Mitglieder der Bezirksvertretung feierten mit Bezirksbürgermeister Christian Krenkel (Bildmitte) 40 Jahre Stadtteilverwaltung. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Seit über 1100 Jahren gibt es den historischen Vorläufer des heutigen Aachener Stadtbezirks Laurensberg schon. „Heute wollen wir uns aber an die vergangenen 40 Jahre erinnern“, stellte Bezirksbürgermeister Christian Krenkel klar.

Im Laurensberger Rathaus feierten viele ehemalige und aktive Mitarbeiter nun das Jubiläum ihrer Bezirksverwaltung. Sie konnten dabei auf eine ebenso bewegte wie erfolgreiche Geschichte zurückblicken.

Krenkel lobte etwa die „weitsichtige Verkehrsplanung“ seiner Vorgänger, die damit bereits früh die Voraussetzungen für die heutige Bedeutung des Stadtteils geschaffen hätten. „Wir wollen den Weg Aachens zu einer Wissenschaftsstadt auch weiter unterstützen“, bekräftigte er. Immerhin würden auch viele Mitarbeiter der Hochschulen in Laurensberg und damit nahe an ihren Arbeitsstätten wohnen.

Einer seiner Vorgänger, der ehemalige Bezirksvorsteher Udo Mattes, erinnerte sich vor allem an den wehrhaften Kampf gegen die zentrale Verwaltung aus Aachen. Früher sei man der Ansicht gewesen, dass von dort aus alles besser und vor allem günstiger geregelt werden könne. „Aber traf man etwa den Wegemeister, konnte man ihm gleich sagen, wo noch ein paar Äste auf der Straße liegen, und dann war das erledigt“, erzählte er. Diese unkomplizierte Haltung und die Nähe zu den Bürgern sei stets von den Laurensbergern honoriert worden.

Das hob auch Aachens Bürgermeisterin Margrethe Schmeer hervor, die ebenfalls zu den Gratulanten zählte. „Die Nähe zu den Ämtern und den Anlaufstellen gefällt den Bürgern hier sehr“, sagte sie. Die Bezirksvertreter sähen bei ihrer täglichen Arbeit die Anliegen der Bewohner direkt vor Augen. Und nicht zuletzt deshalb sei Laurensberg „unter allen sieben Stadtbezirken mit Sicherheit einer der schönsten“, so Schmeer.

Nichtsdestotrotz ließ es sich Krenkel nicht nehmen, auch an die dunklen Zeiten zu erinnern. „Wir gehen verantwortungsbewusst mit der Vergangenheit um, weil nicht immer alle das Glück hatten, hier in einer freien Demokratie zu leben“, sagte er. 1975 wurde der Bezirksausschuss, der seit der kommunalen Neugliederung drei Jahre zuvor die Geschicke von Laurensberg lenkte, von der neuen Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg abgelöst.

Seitdem ist nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Bedeutung des Bezirks für die Stadt gewachsen. Und denjenigen, die manchmal über den Stadtteil schmunzelten, hielt Krenkel entgegen: „Heute lebt immerhin jeder zehnte Bürger der Stadt in Laurensberg – so viel zur Bedeutung unseres Bezirks.“

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