3,3 Millionen für Umbau des Grünen Wegs

Von: Stephan Mohne
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1300 Meter lang und fast schnurgerade: Der Grüne Weg soll nach jahrelangen – und teils wieder verworfenen – Planungen ab 2015 mit Millionenaufwand saniert und umgebaut werden. Foto: Stephan Mohne

Aachen. Mit diesem Thema hat sich der Stadtrat schon in mehreren Wahlperioden mit verschiedenen politischen Mehrheiten beschäftigt. Der endgültige Beschluss ist jüngst im Mobilitätsausschuss mit jener Mehrheit gefallen, die von 1999 bis 2004 das Sagen hatte: Schwarz-Gelb.

Das Thema: Die Sanierung und der Umbau des Grünen Wegs von der Lombardenstraße bis fast zu den Gasballons.

2015 soll der Startschuss für die Großbaustelle fallen. 3,3 Millionen Euro soll das Ganze kosten. Über das Wie können sich die Politiker indes bis heute nicht einigen. So lehnten CDU und FDP zuletzt noch Anträge von SPD und Grünen ab, die sich unter anderem um zusätzliche Baumpflanzungen oder auch Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung drehten.

Dass die Sanierung der rund 1300 Meter langen, fast schnurgeraden Straße indes dringend angesagt ist, hatte die Verwaltung in einer Vorlage nochmals unterstrichen. Die Fahrbahnen aus den 1960er Jahren sind teils ramponiert, die Gehwege und Parkbuchten ebenfalls. Radwege gibt es erst gar nicht. Die Straße hält auch dem hohen Aufkommen an Lastwagen – an der Einmündung Gut Wolf werden Zählungen zufolge in Spitzenzeiten bis zu 900 davon in einer Stunde gezählt – Stand. Die Zahl verwundert nicht.

Denn der Grüne Weg dient in erster Linie als Erschließung für die vielen umliegenden Gewerbebetriebe. Insgesamt befahren die Straße täglich zwischen 7 und 19 Uhr rund 8000 Fahrzeuge. Der Erneuerungsbedarf steht jedoch nicht erst seit heute fest. Bereits 2003 gab es ein Expertengutachten mit zwei Gestaltungsvarianten, die von der Politik zu einer dritten gemixt wurden, die man dann auch so beschloss.

Erst 2009 ging es dann aber an die konkrete Planung. Und da stellte man plötzlich fest, dass die einstigen Ideen, die zum Beispiel einen Grünstreifen in Mittellage vorsahen gar nicht machbar waren – weil in der Mitte des Grünen Wegs unterirdisch etliche Versorgungsleitungen liegen. 2011 kam dann der nächste Beschluss – diesmal mit einem Kreisverkehr an der Einmündung Gut Wolf, um die lange Gerade, die zum Tempobolzen einlädt, zu unterbrechen. Doch auch dieses Vorhaben musste nun fallengelassen werden, da der dazu notwendige Kauf von Privatgrundstücken scheiterte.

Und so wird nun unter anderem Folgendes geschehen: Bislang ist die Fahrbahn durchgehend rund sieben Meter breit, demnächst sollen es 4,80 Meter sein – flankiert von je 1,50 Meter breiten Schutzstreifen für Radfahrer. Die Verwaltung geht davon aus, dass der Radverkehr am Grünen Weg demnächst zunimmt. Die Verbindung soll nämlich Teil eines „Bahntrassenradwegs“ von Jülich bis Aachen werden.

Die Gehwege werden erneuert und sollen vor allem an den teils unübersichtlichen Grundstücksausfahrten sicherer werden. Im Bereich Gut Wolf soll es statt des Kreisverkehrs breite Abbiegespuren geben. Zwischen Gut Wolf und Lukasstraße soll der Grüne Weg einen „Alleencharakter“ erhalten, indem wechselseitig etwas mehr als ein Dutzend Bäume gepflanzt werden.

Im Haushalt werden die benötigten Millionen für die Jahre 2015 bis 2018 eingeplant. Die Stadt erwartet Landeszuschüsse in Höhe von 60 Prozent. Auch die Anlieger werden sich beteiligen müssen.

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