32 „Helle Köpfe“ mit Urkunden ausgezeichnet

Von: svp
Letzte Aktualisierung:
14754406.jpg
Begeistert von Mathe: Die jungen Schüler und Schülerinnen haben am Projekt „Helle Köpfe“ teilgenommen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Manchen Eltern stand das Staunen ins Gesicht geschrieben. Während ihre Kinder knifflige Rechenaufgaben lösten, als sei es das Selbstverständlichste auf der Welt, hörte bei nicht wenigen Müttern und Vätern das mathematische Verständnis spätestens beim räumlichen Denken auf. Das Projekt „Helle Köpfe“ fördert das mathematische Verständnis von Kindern außerhalb des Schulunterrichts.

Dabei ist das doch total einfach und logisch, zumindest wenn es nach Luis und den 31 anderen Kindern geht, die im Rahmen des Projekts „Helle Köpfe“ zeigten, dass sie mit Zahlen jonglieren können wie die ganz Großen.

Bereits seit 13 Jahren eröffnen die Verantwortlichen im Rahmen des Aachener Modells ausgewählten Grundschulkindern in der Städteregion tiefere Einblicke in die Mathematik. Besonders interessierte Schülerinnen und Schüler setzten sich ein Jahr lang mit attraktiven mathematischen Themen jenseits des Schulstoffes auseinander und erhielten nun ihre Urkunde. Lehramtsstudentin Kathrin Larisch tauchte über Monate hinweg mit den Dritt- und Viertklässlern ein in die Zahlenwelt. „Die Kinder wurden in zwei Gruppen eingeteilt und hatten jeweils acht Termine. Innerhalb dieser wurden diverse Themen behandelt, die besonders für matheaffine Kinder geeignet waren“, so Larisch. Logisches Denken, Zahlen und Muster, rechnen mit Unbekannten, Figuren und Ebenen im Raum oder auch Zufallsrechnungen waren Inhalte, die spielerisch vermittelt wurden. Die zehnjährige Judith befasste sich besonders gerne mit Figuren im Raum. „Ich habe das erste Mal mitgemacht und es war wirklich toll. Ich mag Mathe und finde, dass das eigentlich alles ganz einfach und logisch ist“, erzählte die Viertklässlerin.

Logisch sind die Aufgaben in der Tat, jedoch impliziert das nicht, dass auch die Erwachsenen die komplexen Rechenschritte ihres Nachwuchses nachvollziehen konnten. „Also von mir hat sie das nicht“, sagte Joost Lennart lachend. Aber egal, von dem die Kinder ihr Talent geerbt haben, wichtig war den Verantwortlichen vor allem, dass die Workshops und Themen Spaß machten.

„Es ist immer wieder schön zu sehen, wie viel Elan die Schülerinnen und Schüler haben und mit welchem Ehrgeiz sie sich an die Aufgaben setzen“, so Prof. Johanna Heitzer vom Lehrstuhl der Mathematik an der RWTH. Da war es nicht verwunderlich, dass viele Kinder ihre Urkunde mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegennahmen. Für Judith stand allerdings fest: Die Sache mit der Mathematik verfolgt sie weiter. Ist ja auch total logisch.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert