Aachen - 31 Häuser lassen alle Tore, aber keine Wünsche offen

31 Häuser lassen alle Tore, aber keine Wünsche offen

Von: Matthias Hinrichs
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Keine Bange: Borofskys Clown-B
Keine Bange: Borofskys Clown-Ballerina bleibt am Ludwig Forum zu bewundern. Die Organisatoren der Kunstroute - hier mit Pappmaschee-Double - erwarten rund
10 000 Besucher. Foto: Schmitter

Aachen. Kunst, Kunst, Kunst an allen Ecken - und Tausende kommen auf ihre Kosten, obwohl sie gar keine haben. Geschenkt: Das „September Special” ist gelaufen. Aber die Kulturfans laufen weiter - und wie!

31 Häuser - darunter vier Museen, zwölf Galerien, sieben Künstlergruppen, ein RWTH-Lehrstuhl, VHS, Bleiberger Fabrik, Deutsch-Französisches Kulturinstitut, Burg Frankenberg - laden am kommenden Samstag und Sonntag zur 14. Aachener Kunstroute.

Fast alle Türen bleiben offen, aber kaum ein Wunsch - so darf man das Motto auch diesmal auf den Punkt bringen. „Aachen wird seinem Ruf als Kunststadt von Rang eben nicht nur durch seine städtischen Einrichtungen, sondern auch durch eine quicklebendige freie Szene gerecht” - so formulierte es Kulturdezernent Wofgang Rombey am Mittwoch anlässlich der Vorstellung eines in jedem Sinne wegweisenden Schulterschlusses.

Was lag da näher, als die Organisation des zweitägigen Happenings erstmals schwerpunktmäßig in die kreativwn Hände eines engagierten Teams aus Vertretern der unabhängigen Einrichtungen zu legen? In enger Kooperation mit Susanne Güntner vom Kulturbetrieb haben Heinrich Hüsch von der Ateliergemeinschaft „Halle 1” und seine Mitstreiter - darunter das Atelierhaus, die Initiative „dreieck.triangle.driehoek”, der Bundesverband Bildender Künstler und viele mehr - ein pralles Programm auf die Beine gestellt. „Das Spektrum der Angebote ist riesig”, verspricht Hüsch. Von der klassischen Moderne bis zur Avantgarde, vom traditionellen Ölgemälde bis zum taufrischen Graffito reicht die kreative Palette - und weit darüber hinaus. „Wir verstehen die Kunstroute seit jeher auch als hervorragende Gelegenheit, mit Künstlern und Galeristen ins Gespräch zu kommen”, betont Hüsch.

Zudem werden die vielfältigen Pfade durch die Stadt durch Performance, Live-Musik, Lesungen, Vorträge und Führungen bereichert. So hat sich die VHS mit dem aktuellen „Fluxus”-Schlaglicht rund um die Werke von Mary Bauermeister erstmals in den Reigen der Gastgeber eingeklinkt, berichtet deren Sprecher Dr. Karl Thönnissen. Viele andere Einrichtungen locken mit Ausstellungs-Premieren von und mit Kreativen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Die Burg Frankenberg präsentiert sich - obwohl derzeit weitgehend Baustelle - ebenso von einer neuen Seite wie die RWTH, die dem Event mit ihrem Lehrstuhl für Plastik in der Wüllnerstraße neue Konturen verleiht.

Orientierungshilfen? Kein Problem. Schließlich wissen die Organisatoren längst, dass traditionell rund die Hälfte der Besucher - rund 10.000 werden auch diesmal locker erwartet - zum ersten Mal die weite Welt der Kunstangebote erkunden. Am „Info-Point” in der Aula Carolina erhalten sie Tipps und alle Infos rund um die Kunstroute 2011. 25.000 Faltblätter mit allen Adressen und vielen Bildern sind bereits im Umlauf. Und auch die AZ wird rechtzeitig einen detaillierten Überblick über sämtliche Angebote veröffentlichen.

Öffnungszeiten und Gewinnspiel für ein Originalwerk, Jahreskarten, Kataloge

Der Startschuss für die 14. Aachener Kunstroute fällt am Samstag, 24. September, um 11 Uhr. Bis 19 Uhr sind alle teilnehmenden Häuser gratis geöffnet. Auch am Sonntag, 11 bis 18 Uhr, besteht reichlich Gelegenheit, die vielfältigen Angebote wahrzunehmen und mit Künstlern ins Gespräch zu kommen.

Glückspilze sind auch diesmal genau richtig auf den kulturellen Pfaden durch die Stadt: Beim Besuch von mindestens vier Stationen kann man unter anderem ein Werk seiner Wahl gewinnen. Objekte, die man mit etwas Losglück ergattern kann, sind speziell gekennzeichnet. So kann man die Nummer seines Favoriten auf der Teilnehmerkarte eintragen und diese bis spätestens 18 Uhr an einer der Stationen abgeben. Weitere Preise wie Jahreskarten für die Museen oder Kataloge stehen bereit.

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