2500 Starter bei eiskaltem Winterlauf der ATG

Von: Peter Schopp
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Geschafft: Die 2500 Starter des ATG-Winterlaufs wurden bei ihrer Ankunft im Stadion am Chorusberg von zahlreichen Zuschauern begrüßt. Immerhin hatte sie 355 Meter mehr in den Beinen als sondt – weil die Strecke wegen eine Baustelle länger war. Foto: Andreas Steindl
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Wie eine Perlenschnur: Bei strahlendem Sonnenschein ging es durch den Wald. Trotz Glätte an einigen Stellen kamen alle Läufer heil durch. Foto: Andreas Steindl
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Nicht zu überssehen, was es hier fab: Die Lebenshilfe reichte den Athleten an der Monschauer Straße Tee und Wasser. Auch das ist eine Tradition. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Um 11 Uhr morgens ist es noch ruhig auf dem Sportgelände am Chorusberg. Geradezu idyllisch liegt der Sportplatz im winterlichen Sonnenschein und dampft sich von einer eisigen Nacht frei. Die Zielgerade des 54. Winterlaufs der ATG ist abgesteckt, die Getränke- und Imbissstände sind für Gäste bereit, die „Finishertüten“ sind gepackt und warten darauf, von den Läufern in Empfang genommen zu werden.

Zahlreiche Helfer des Vereins tun ihre Arbeit.

Einzig Günter Drießen, Chef-Organisator, Stadionsprecher und Herz der ATG-Laufveranstaltungen, ist einigermaßen in Wallung. Am Handy teilt ihm ein Helfer mit, dass am Pommerotter Weg zwei Absperrgitter fehlen. „Dann stell‘ Du dich dahin und mach ein böses Gesicht“, heißt die nicht ganz ernst gemeinte Lösung. Am Kreuzerdriesch in Hitfeld steht bei der privaten Verpflegungsstelle der Familie Hackethal ein Fahrzeug gefährlich im Weg, Drießen versucht, das Problem telefonisch zu klären. Er fungiert als Dreh- und Angelpunkt, ist dabei immer für ein nettes Wort zu haben. „Wir mussten aufgrund einer Baumaßnahme den Streckenverlauf in Venwegen kurzfristig verlegen, jetzt ist die Strecke 355 Meter länger als sonst“, teilt er den Zuschauern per Mikro mit. Es läuft also der längste Winterlauf aller Zeiten!

Um 11 Uhr morgens ist es am Startpunkt in Mulartshütte mit der Ruhe seit längerer Zeit vorbei. Wer nicht mit einem der Shuttlebusse vom Chorusberg nach hier transportiert wird, lässt sich privat absetzen und beginnt mit der Vorbereitung auf den regionalen Laufklassiker, bei dem wie immer ATG-Urgestein Hubert Stenten den Startschuss gibt. Auch in diesem Jahr hat die ATG einen Pakt mit Petrus geschlossen, die Bedingungen für die 2500 Starter sind optimal. Sonne, Windstille, was will man mehr. Zwar ist ein kurzes Stück der Vennbahntrasse vereist, aber alle Starter werden am Ende heil ins Ziel kommen. Unter ihnen ist auch eine Gruppe von Nikoläusen, die im Verlauf des Rennens Schokoriegel unter die Zuschauer verteilen, von „Bierernst“ kann also nicht in allen Fällen geredet werden.

Planung für 2017 beginnt

Die Videowand am Chorusberg fängt die Atmosphäre an der Strecke prima ein, Favorit Mussa Hudrog lässt von Beginn an keine Diskussion über den späteren Sieger aufkommen. Und so wird er nach dem Lauf im Ziel sagen: „Es war fantastisch. Zwar tut meine Blinddarmnarbe bei großer Belastung noch weh und erkältet bin ich auch, aber es lief heute rund.“ Er als Gejagter dürfe sich schließlich nicht verkriechen, fügt er noch schmunzelnd an. So wie Hudrog bei den Männern kommt wie erwartet Kristina Ziemons vom DLC bei den Damen als Erste über die Ziellinie – anscheinend voller Adrenalin, läuft sie doch 20 Minuten nach Ankunft immer noch in kurzer Hose und Shirt durchs Stadion.

Das Treiben am Zielort nimmt inzwischen Volksfestcharakter an, Drießen preist die beste Currywurst Aachens ebenso wie die Kuchentheke an. Außerdem ist ihm eines noch wichtig: „Ein großes Dankeschön an alle Anwohner. Dass sie jedes Jahr aufs Neue so super mitziehen, ist nicht selbstverständlich“, weiß er. Auch dass die „ewigen“ Hauptsponsoren Nobis, Sporthaus Drucks, Photo Preim und MedAix wieder mithelfen, macht ihn stolz. „Ohne diese und die anderen Firmen ginge es nicht“, weiß er um die finanziellen Zwänge einer solchen Veranstaltung.

Das große Feld der Läufer passiert unterdessen die Verpflegungsstationen an der Bahnhofsvision in Kornelimünster und an der Monschauer Straße, wo die Lebenshilfe Aachen die Läufer traditionell zum Tee bittet. Außerdem ist wie in jedem Jahr eine eigene Staffel unterwegs und wird im Ziel mit großem Applaus empfangen.

Und nach dem Lauf ist vor dem Lauf: „Jetzt beginnt die Planung für den nächsten Winterlauf. Wir schauen demnächst, was wir im nächsten Jahr besser machen können“, blickt Drießen voraus.

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