2500 Aachener zeigen klare Kante gegen Pegida

Von: stm/hau/wos/pol
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Zur zentralen Gegenkundgebung am Elisenbrunnen sind rund 2000 Menschen gekommen. Dort riefen OB Marcel Philipp, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt und Vertreter des Dialogs der Religion zu Toleranz und Mitmenschlichkeit auf. Foto: Marc Heckert

Aachen. Insgesamt 2500 Aachener haben am Sonntagnachmittag trotz miserablen Wetters klare Kante gegen die Anhänger der Pegida gezeigt, von denen lediglich 130 zu einer Kundgebung am Tivoli kamen. Zur zentralen Gegenkundgebung in der Innenstadt kamen 2000 Menschen, weitere 500 zum Tivoli.

„Merkel muss weg“-Rufe auf der einen Seite, „Nazis raus“ auf der anderen: Pegida-Anhänger und Gegendemonstranten lieferten sich rund um den Nord-Ost-Eingang des Tivolis lautstarke Wortgefechte. Die deutlich kleinere Gruppe der Rechtspopulisten bekam Unterstützung von niederländischen und belgischen Ablegern der Pegida. Vor Ort war auch Pegida-Gründer Lutz Bachmann.

Nach Angaben der Polizei blieb es weitgehend friedlich. Lediglich sechs Personen aus dem linksautonomen Spektrum wurden am Tivoli in Gewahrsam genommen, weil sie Böller und Eier geworfen hatten.

Zentrale Gegenkundgebung

Am Elisenbrunnen, zur zentralen Gegenkundgebung des Runden Tisches gegen Rechts, waren rund 2000 Menschen gekommen. Dort riefen OB Marcel Philipp, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt zu Toleranz und Weltoffenheit auf, mahnten aber zugleich, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen. Angelegt war die Kundgebung als vorweihnachtliches Konzert, bei dem mehrere Chöre und Musikensembles auftraten.

„Wir nehmen eine klare Haltung für Toleranz und Offenheit und für die Menschenrechte ein. Das hat sie Stadt Aachen seit Jahren positiv geprägt. Aachener stehen zusammen gegen rechts und wir kämpfen gemeinsam, dass das so bleibt“, betonte OB Philipp.

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