Aachen - 25 Pritschenwagen räumen die Müllberge ab

25 Pritschenwagen räumen die Müllberge ab

Von: Matthias Hinrichs
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Flotte Entsorgung soll jetzt gewährleistet sein: Alles, was über die üblichen Tonnen hinaus anfällt, will der Stadtbetrieb per Pritschenwagen schnellstmöglich abholen. Die Leerung der amtlichen Behältnisse erfolgt allerdings erst beim nächsten offiziellen Termin. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Alles muss raus, heißt die Losung in verschärftem Maße - nicht etwa in Sachen Schlussverkäufe, sondern eher am anderen Ende der saisonalen Ver- und vor allem Entsorgungskette. Denn in ungezählten Kellern und Höfen türmen sich seit dem großen Wintereinbruch die Müllberge.

Mit ihnen wächst der Ärger der gebeutelten Gebührenzahler, weil der Abholdienst des Stadtbetriebs immer öfter kapitulieren musste - vor mindestens ebenso großen Schneehaufen insbesondere in den Stadtbezirken. Doch Abhilfe ist in Sicht, verspricht Peter Maier: „Bis Ende der Woche bringen wir mit Unterstützung von vier privaten Unternehmen zusätzlich unsere Pritschenwagen zwecks Entsorgung zum Einsatz, die normalerweise zur Straßenreinigung benötigt werden”, erklärte der stellvertretender Betriebsleiter am Montag.

Nur Tonnen im normalen Turnus

Rund 25 Fahrzeuge düsen nun vor allem in die engen und abgelegenen Ecken der Stadt, um dem gehäuften Frust durch Frost auf denkbar kleinem Dienstweg eine Abfuhr zu erteilen, versichern die verantwortlichen Abteilungsleiter Dieter Lennartz und Dieter Bohn. Und Maier gelobt dennoch: Anders als Müllbehältnissen aller Art soll den privaten Geldbeuteln dabei keineswegs (zusätzlich) zu Leibe gerückt werden. Selbstverständlich habe der Bürger Anspruch darauf, dass die witterungsbedingten Entsorgungsengpässe der jüngsten Zeit schnellstmöglich beseitigt würden.

„Deshalb akzeptieren wir im Prinzip jede Art von Verpackung, keinesfalls müssen etwa die ansonsten obligatorischen schwarzen Säcke verwandt werden.” Allerdings sei es naturgemäß erforderlich, dass die gehäuften Altlasten möglichst umgehend und möglichst nah am Straßenrand bereitgestellt würden. Das gelte auch für die betroffenen Haushalte in der City, die ansonsten Anspruch auf Vollservice, sprich Transport aus Kellern und Höfen haben.

Reguläre Tonnen sind - auch dies gelte es zu beachten - von der konzertierten Aktion ohnedies nicht betroffen: Sie werden beim nächsten turnusmäßigen Termin von den großen Kippfahrzeugen entleert - sofern denen nicht weitere Schneemassen in die Quere kommen, was zumindest in den nächsten Tagen laut Wetterdienst nicht zu befürchten sei. „Jetzt geht es vor allem darum, alles zu beseitigen, was darüber hinaus angefallen ist”, betont Lennartz. Allerdings sollen auch die berühmt-berüchtigten gelben Säcke durch zusätzliche Schichten beim zuständigen privaten Entsorger jetzt flott aus den Straßen verschwinden.

Ärger „nicht immer vermeidbar”

Für allen Unbill, der den Bürgern im Zuge höherer Gewalt zugemutet wurde und werde, könne man sich im Übrigen nur von Herzen entschuldigen, bekräftigten Maier und Lennartz nochmals. „Wir wissen, dass wir auch durch den Einsatz der Räumfahrzeuge stellenweise reichlich Ärger verursacht haben - etwa, wenn gerade frei geschaufelte Einfahrten wieder zugeschüttet wurden”, so Lennartz. „Dafür entschuldigen wir uns in aller Form. Aber im Sinne der Allgemeinheit ließen sich solche Situationen manchmal leider nicht vermeiden.”

Ebenso seien infolge des geballten Personal- und Materialeinsatzes in Sachen Entsorgung nunmehr Verzögerungen und Defizite bei der Straßenreinigung nicht auszuschließen, bekennt Maier. „Aber wir wollen und müssen jetzt Prioritäten setzen.” Und: In Zweifelsfällen stünden er und sein Team auch telefonisch für flotte Problemlösungen zur Verfügung (432-18000, -18001, -18600, -18630).
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