Aachen - 25 Organisationen üben den Schulterschluss

25 Organisationen üben den Schulterschluss

Von: Marie Eckert
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Laden zur Demo am Freitag ein: Aligaly Jimael (Horseed), Dr. Lioba Zodrow, Clea Stille (DGB), Christian Walter (Linksjugend) und Udo Beitzel (VVNBDA). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Seitdem sich im Sommer die Nachrichten über Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte vermehrt haben, gibt es die Antirassistische Offensive Aachen. Das Bündnis lehnt jede Form von Unterteilung und Rassismus ab und hat für diesen Freitag eine erste eigene Demo quer durch die Aachener Innenstadt organisiert.

„Gemeinsam für ein gutes Leben“ ist das Motto der Demo. Um 17.30 Uhr geht es am Elisenbrunnen los mit einer Kundgebung, um 18 Uhr gehen die Demonstranten in Richtung Peterstraße, zur Zwischenkundgebung in die Blondel-straße und weiter auf der Promenadenstraße zur Heinrichsallee und zum Kaiserplatz – dort geht es bei der zweiten Zwischenkundgebung um gut bezahlbaren Wohnraum und um mögliche Lösungen für die Unterbringung der Flüchtlinge.

Über die Wilhelm-, die Theater- und die Bahnhofstraße führt der Weg bis zum Bahnhof zur Abschlusskundgebung; gegen 20 Uhr ist Schluss und das Bündnis lädt zum Feiern ins Autonome Zentrum am Hauptbahnhof ein.

Über 40 Menschen aus rund 25 Organisationen machen bei der Antirassistischen Offensive mit – von Gewerkschaften und parteipolitisch Engagierten über Flüchtlingshilfegruppen bis hin zu linken Organisationen. „Bei jedem Treffen waren neue Leute dabei“, freut sich Clea Stille, Jugendbildungsreferentin beim Deutschen Gewerkschaftsbund und Bündnismitglied. „Ich bin optimistisch, dass die Demo eine tolle Veranstaltung wird.“ Christian Walter, ebenfalls Bündnismitglied und aktiv bei der Linksjugend sowie der Sozialistischen Alternative, fügt hinzu: „Wir hatten einfach das Gefühl, dass etwas getan werden muss, denn Rassismus spaltet Menschen!“

Die Demonstration am Freitag ist der Auftakt zu einem Aktionswochenende: Am Samstag, 24. Oktober, findet um 10 Uhr die siebte Regionalkonferenz „Aktiv gegen Rechts“ in der VHS in der Peterstraße statt. Am Sonntag ruft das Aachener Bündnis zum Protest in Köln auf: Die Aktionsgruppe „Hooligans gegen Salafisten“ plant eine Standkundgebung in Köln, die Antirassistische Offensive möchte mit vielen anderen Gegendemonstranten dagegenhalten.

„In der Region gibt es eine rechte Szene“, merkte Udo Beitzel vom Bund der Antifaschisten an. Es sei daher wichtig, frühzeitig gegenzusteuern. „Das Bündnis ist auch ein Zeichen – wir sind wachsam und lassen euch hier nicht die Vorherrschaft gewinnen.“

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