25 Autos in Flammen: Polizei erhöht Fahndungsdruck

Von: pol-ac
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Aachen. Nach der Brandserie im Aachener Stadtgebiet, bei der seit Mitte August letzten Jahres 25 Autos in Brand gesetzt wurden, erhöht die Polizei ganz gezielt den Fahndungsdruck.

1000 Euro Belohnung sind zwischenzeitlich ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen. Die Aussicht auf eine Belohnung könnte den Ermittlungen in der Brandserie neuen Schub geben, so die Polizei.

Zuletzt hatten die Fahnder nach einer Serie von fünf Brandstiftungen im Audimax entscheidende Hinweise erhalten. Ein Zeuge hatte sich nach einer öffentlichen Fahndung gemeldet und gab den Beamten einen wichtigen Hinweis auf den mutmaßlichen Täter. Dieser konnte am vergangenen Samstag am Westbahnhof festgenommen werden. Der 45-jährige Obdachlose, der zwischenzeitlich in Untersuchungshaft sitzt, hat die Taten gestanden. Der Zeuge hat am vergangenen Mittwoch seine Belohnung erhalten.

Bei der aktuellen Brandserie sind die Ermittlungen derzeit ins Stocken geraten. Mittlerweile füllen 25 Fälle, in den Autos angezündet worden sind, die Akten. Es handelt sich in allen Fällen um Vorsatz - es wurde nachweislich Brandbeschleuniger oder Benzin benutzt.

Selbst nach Feinarbeit bei der Spurensuche und Spurenauswertung und dem Einsatz von hochtechnischen Hilfsmitteln gebe es noch keine entscheidende Spur. Hinweise aus der Bevölkerung kommen - laut Polizei - eher spärlich. Ihnen wurde gezielt nachgegangen. Bisher gibt es keinen entscheidenden Tipp.

Festzuhalten ist weiter, dass die Brände überwiegend im Aachener Westen gelegt wurden aber auch in anderen Stadtteilen. So in der Innenstadt, in der Soers oder in Haaren. Selbst die Tatzeiten liegen weit auseinander (zwischen 18 Uhr und 5 Uhr). Von daher ist es mehr als fraglich, ob die Brände einem Täter zuzuschreiben sind. Völlig unklar auch die Motivlage.

In Köln ist eine ähnliche Brandserie vor knapp zwei Jahren, bei der über 20 Autos in Flammen aufgegangen waren, nur durch die Aufmerksamkeit der Bevölkerung geklärt worden. Passanten hatten die Täter auf frischer Tat beobachtet und die Polizei alarmiert. Die Brandstifter sind mittlerweile verurteilt. Sie erhielten - je nach Schuld - Freiheits - und Bewährungsstrafen zwischen drei und vier Jahren.

Die Polizei bittet die Bevölkerung, die Anwohner aber auch die Angestellten von Tankstellen um Mithilfe. Hinweise werden erbeten unter Telefon 0241-9577-0 oder dem Notruf „110”.
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