Aachen - 246.865 Bürger: Aachen wächst endlich wieder

246.865 Bürger: Aachen wächst endlich wieder

Von: Robert Esser
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Zulauf: 35 813 Studierende sin
Zulauf: 35.813 Studierende sind zum laufenden Wintersemester an der RWTH Aachen eingeschrieben - das sind 3573 mehr als im Vorjahr. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Mit großen Schritten ist Aachen auf dem Weg, tatsächlich über die magische Grenze von einer Viertelmillion Einwohnern zu springen. Zum Stichtag 31. Dezember 2011 zählte das Einwohnermeldeamt 246.865 Bürgerinnen und Bürger.

Das sind 1724 mehr als im Vorjahr und sogar 2337 mehr als 2009. Dies hat die Stadt am Mittwoch auf Anfrage der Aachener Zeitung mitgeteilt. Damit scheint der Abwärtstrend der Vorjahre endgültig gebrochen. Mit 244.528 gemeldeten Bürgern war der Tiefpunkt der Bevölkerungsstatistik vor zwei Jahren erreicht. Vor 2007 rangierte die Stadt lange Zeit deutlich über der 250.000er-Marke.

„Aachen gehört eindeutig nicht mehr zu den schrumpfenden Städten”, freut sich Kämmerin Annekathrin Grehling. „Die Hochschule zieht viele junge Menschen an - was großartig ist. Und der RWTH Campus wird das Wachstum weiter ankurbeln”, sagt sie. Bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze und viele Zuzüge verspricht man sich in den kommenden Jahren davon. Doch das ist - noch - Zukunftsmusik. Fakt ist, dass mittlerweile 35.813 Studierende an der RWTH eingeschrieben sind - 3573 mehr als im Vorjahr. In den kommenden Jahren erwartet man hier weitere Zuwächse wegen des doppelten Abiturjahrgangs und der Aussetzung der Wehrpflicht.

Das frühere Landesamt für Statistik, das nun IT NRW heißt, schreibt hingegen seit 1987 die Zahlen der damaligen Volkszählung fort. Diese liegen schon seit geraumer Zeit über den Zahlen des hiesigen Einwohnermeldeamtes. Der jüngste Wert aus Düsseldorf für das Jahr 2011 schreibt Aachen 258.050 Einwohner zu - und damit 11.185 mehr als das hiesige Einwohnermeldeamt verzeichnet. Vor zwei Jahren lag die Differenz der Düsseldorfer Statistiker sogar bei 13.000 Aachenern. Ob es die wirklich gibt, weiß im Moment noch niemand.

Trotzdem gilt: Schlüsselzuweisungen des Landes zur Finanzierung der Kommune, die Größe des Stadtrats (von 58 auf 66 Sitze plus Direkt- und Überhangmandate) und zum Beispiel auch das Gehalt des Oberbürgermeisters (von 9400 auf gut 11.000 Euro pro Monat) wachsen, wenn eine Kommune mehr als 250.000 Einwohner aufweist.

Derzeit richtet sich Aachen hierbei pflichtgemäß nach den offiziellen Düsseldorfer Werten. Auch bei vielen Studien, Rankings und Städtevergleichen ist es nicht nur in Sachen Imagewerbung bedeutsam, dass ein Wirtschaftsstandort in der Kategorie „über 250.000 Einwohner” geführt wird.

Wenn aber Ende 2012 die jüngste „Volkszählung”, also der sogenannte Zensus 2011, ausgewertet ist, werden alle Bevölkerungswerte neu festgelegt. Auch für Aachen. Somit ist es aus kaiserstädtischer Sicht ermutigend, dass sich die Differenz zwischen Einwohnermeldeamt und IT NRW fortan verschmälert und vor Ort tatsächlich immer mehr Menschen gezählt werden. Damit zumindest die Stadt die Klasse hält.
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