24 Stunden Wasserspaß zur Sanierung der Schwimmhalle

Von: kaa
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Eine Bahn nach der anderen: Für die Sanierung des Schwimmbads in St.-Ursula wurde 24 Stunden lang geschwommen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Mit dem Startpfiff springen die Schwimmer per Kopfsprung ins Wasser. In dieser Runde treten die Lehrer gegen die Schülerinnen am St.-Ursula-Gymnasium in einem Staffelschwimmen an. Statt eines Stabes wird ein T-Shirt weitergegeben. Unter frenetischem Jubel ziehen die Teilnehmer ihre Bahnen.

Die Staffel ist Teil eines 24-Stunden-Schwimmens, das die Schule als Fundraisingaktion für die Sanierung des in die Jahre gekommenen Schwimmbads organisiert hat.

Von Samstag, 8 Uhr, bis Sonntag, 8 Uhr, gingen Schülerinnen, Lehrer, Mitglieder des Fördervereins und Eltern für den guten Zweck ins Wasser. Die Schulband „Alibi“ sorgte für die Unterhaltung, außerdem statteten die „Ladies in Black“ einen kurzen Besuch ab – das St.-Ursula-Gymnasium hat eine Sportkooperation mit dem Westdeutschen Volleyball-Verband. Auf einer Video-Leinwand wurde das Geschehen in der Schwimmhalle live übertragen. Mehrere namhafte Unternehmen wurden als Sponsoren für die Sanierung gewonnen. Auch sie präsentierten sich bei der Schulparty.

Die Heiz- und Lüftungsanlage des 1971 erbauten Schwimmbads ist völlig veraltet und wird durch ein energiesparendes Blockheizkraftwerk ersetzt. Die Schule erzeugt damit auch die eigene Energie für die übrigen Schulgebäude. Auch die sanitären Anlagen werden überholt. Insgesamt 400.000 Euro kostet die Maßnahme. Benedikt Borggreve, wirtschaftlicher Beirat der Trägerstiftung „Schulstiftung St. Ursula“, erläuterte, warum das Schwimmbad in Angriff genommen wird: „Wir sehen den Schwimmunterricht als einen wichtigen Teil der schulischen Ausbildung.“

Seit 2004 hat die Schulstiftung die Trägerschaft der Schule übernommen, die Ursulinenkongregation Ahrweiler besetzt mehrheitlich das Kuratorium der Stiftung. Als relativ junge Stiftung müsse das Geld für größere Projekte jedoch aus Aktionen wie diesem 24-Stunden-Schwimmen akquiriert werden, sagt Borggreve.

Bei der Organisation haben alle an einem Strang gezogen, erzählt Schulleiter Patrick Biemanns: Schülerinnen versahen auch den Sanitätsdienst und verkauften unter anderem Schul-T-Shirts. Die Eltern und ehemalige Schülerinnen gestalteten die Party. „Das ist eigentlich typisch für uns, dass alle mithelfen“, sagte Biemanns. Auch das Bistum Aachen greift dem St.-Ursula-Gymnasium unter die Arme, zwar nicht finanziell, aber mit Know-how: „Wir arbeiten mit einer Arbeitsgruppe Fundraising am Gymnasium.

Die Schwimmaktion ist der Start einer langfristig angelegten Fundraisingkampagne“, erzählte Wolfgang Huber, im Generalvikariat verantwortlich für die Abteilung Fundraising. Er sieht das St.-Ursula-Gymnasium auf einem guten Weg: „Die Schule hat sich sehr gut aufgestellt und auf den Punkt gebracht, wofür sie steht. Auch, dass alle mitziehen, ist wichtig für ein erfolgreiches Fundraising.“ In der Halle entschieden die Lehrer die Staffelrunde mit einer Armlänge für sich. Dem Spaß tat das keinen Abbruch.

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