24-Stunden-Schwimmen: Schon wieder ein Rekord geknackt

Von: Rolf Hohl
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Volles Haus: Das 24-Stunden-Schwimmen in der Osthalle ist ein echter Renner. 343 Teilnehmer schafften über 2800 Kilometer. Foto: Andreas Schmitter
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Die besten unter den vielen Teilnehmern: Nach begeisternden Leistungen gab es Pokale und Urkunden. Bei den Damen schaffte Vera Niemeyer einen neuen deutschen Rekord mit 80,1 Kilometern. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die beiden deutschen Rekorde, die beim 24-Stunden-Schwimmen im vergangenen Jahr aufgestellt wurden, scheinen einige Schwimmer zu eigenen Höchstleistungen inspiriert zu haben. Damals wurden in der Aachener Osthalle mit jeweils 80 Kilometern geschwommener Distanz sowohl bei den Frauen wie auch bei den Männern neue Bestmarken aufgestellt.

Eine davon konnte in diesem Jahr erneut übertroffen werden, und es waren weitaus mehr Profis und Gelegenheitssportler zu dem Wettbewerb gekommen als vor einem Jahr.

Insgesamt 343 Teilnehmer zogen es vor, an diesem Wochenende bei der Eiseskälte draußen lieber im warmen Wasser ihre Bahnen zu ziehen – über 100 Sportler mehr als beim letzten Mal. Ob Jung oder Alt, ob mitten in der Nacht oder am späten Vormittag – jeder konnte nach Lust und Laune schwimmen, soviel man sich eben zutraute. Damit bei dem großen Andrang im Wasser trotzdem genügend Platz war, mussten sich die Organisatoren vom Aachener Schwimmverein und dem Brander Schwimmverein etwas einfallen lassen.

Kleine Pause einlegen

So mussten die Schwimmer zu den Stoßzeiten nach 500 Metern jeweils eine kleine Pause einlegen, damit auch andere zum Zuge kommen konnten. „Das hat sich jedoch bewährt und war auch für alle in Ordnung so“, stellte Organisator Jochen von Arnim zufrieden fest. „Allein am Sonntagmorgen sind noch über 50 Schwimmer neu hinzugekommen. Die haben sich vielleicht zuvor einen gemütlichen Samstag gemacht, um nun den Tag sportlich zu beginnen.“

Für die Ambitionierten unter ihnen ging es jedoch bereits am Samstag um Punkt 12 Uhr mit dem Startschuss los. Allen voran Vera Niemeyer aus Kohlscheid, die Rekordhalterin vom vergangenen Jahr. Für sie bedeutete der erneute Rekordversuch essen und trinken am Beckenrand und nur einige wenige Pausen. Kurz vor Sonntagmittag war es dann soweit und die 80 Kilometer waren geschafft – und sie setzte noch einmal 40 Bahnen obendrauf. Am Ende stand der neue deutsche Rekord: 81 Kilometer!

Damit sicherte sie sich natürlich den Gesamtsieg. Bei den Männern belegte mit über 50,3 Kilometern Hans Fuhrmann den ersten Platz, der sich auch gleich den begehrten Nachtpokal für eine Distanz von 9800 Metern zwischen 2 und 6 Uhr früh holte. Insgesamt legte das Teilnehmerfeld, das von der fünfjährigen Hanna Suchodoll bis zur 74-jährigen Anni Vandenhirtz reichte, mehr als 2827 Kilometer im Wasser zurück.

Die Freude am Schwimmen zog an diesem Wochenende auch eine ganze Schulklasse aus Düren in die Osthalle. Um sich auszuruhen und zu schlafen hatten die Schüler von den Organisatoren gleich einen eigenen Raum zur Verfügung gestellt bekommen. Das ungezwungene Schwimmen zusammen mit Leistungssportlern hat offenbar an Attraktivität noch dazugewonnen.

Etwas ratlos scherzte darum Jochen von Arnim nach der Preisverleihung am Sonntag: „Wenn das so weitergeht, müssen wir für nächstes Jahr eine zusätzliche Halle bauen.“

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