24-Stunden-Schwimmen: Alte Bestmarken in der Osthalle pulverisiert

Von: Svenja Pesch
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Absprung: Beim ersten 24-Stunden-Schwimmen in der Aachener Osthalle gab es unglaubliche Leistungen, Abdreas Suck und Vera Niemeyer schafften jeweils 80 Kilometer. Rekord! Foto: Andreas Steindl
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Gelungene Premiere: Die Aktiven des ASV 06 und des Brander Schwimmvereins organisierten das 24-Stunden-Schwimmen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Für Normalbürger gleicht das Vorhaben einer Unmöglichkeit, deren Idee zwar nett und löblich, die Umsetzung aber so gut wie ausgeschlossen ist. 75 Kilometer müssen die Herren und 71 Kilometer die Damen zurücklegen, wenn sie den aktuellen deutschen Rekord im 24-Stunden-Schwimmen knacken wollen.

 Um herauszufinden, ob das hochgesteckte Ziel in Aachen zu bewältigen ist, haben sich der Aachener Schwimmverein ASV 06 und der Brander Schwimmverein zusammengetan, um das erste 24-Stunden-Schwimmen zu organisieren.

Teilnehmen kann jeder, der mindestens 100 Meter zurücklegen kann, wie Karl-Heinz Gennen vom ASV erzählt: „Private Gruppen, Firmen, Studenten sowie Familien können an der Aktion teilnehmen. Bisher haben sich gut 100 Teilnehmer angemeldet, wobei Interessierte auch die Möglichkeit haben, sich innerhalb der 24 Stunden spontan anzumelden. Der Erlös der Veranstaltung kommt einer sozialen Einrichtung zugute.“

Einer, der die Herausforderung wörtlich nimmt, ist Andreas Suck. Er zieht seit dem Startschuss seinen Bahnen. 24 Stunden wird er komplett durchschwimmen. Ohne Pause und ohne auch nur einmal das Wasser zu verlassen. 3040 Bahnen und somit 76 Kilometer sind der aktuelle Rekord. Suck muss also mindestens eine Bahn mehr schaffen, um den Rekord zu brechen.

Zu Beginn des Schwimmens sind die Bahnen in der Osthalle recht voll. Gennen rechnet damit, dass es besonders zu später Stunde und in der Nacht ruhiger ist. Dann haben die Leistungsschwimmer die Gelegenheit, ihre Bahnen auf Schnelligkeit und Ausdauer hin zu nutzen. Feste Regeln, wie lange man sich im kühlen Nass aufhalten muss, gibt es nicht. Jeder schwimmt, so lange er kann und möchte.

Hannah-Sofie Laurenz hadert mit der Badekappe, die einfach nicht halten will. Für die 14-jährige Hobbyschwimmerin ist die Teilnahme an dem 24-Stunden-Schwimmen nichts Besonderes. Sei es in der Schule oder in der Freizeit, das Wasser zieht sie magisch an. „Aber am liebsten ohne Badekappe“, erzählt sie lachend, bevor sie sich in Position bringt und mit einem gekonnten Kopfsprung ins Becken eintaucht.

Andreas Suck zieht derweil weiter seine Bahnen, bis er es am Ende tatsächlich geschafft hat. 80.000 Meter hat er innerhalb von 24 Stunden zurückgelegt. Vera Niemeyer steht, oder besser schwimmt, ihm nicht nach. Auch sie hat 80.000 Meter zurückgelegt. Insgesamt haben sich 228 Schwimmer beteiligt, die zusammen 2345,5 Kilometer beim ersten 24-Stunden-Schwimmen geschwommen sind.

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