23-Jähriger überfällt fünf Passanten und sticht um sich

Von: os
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Die Polizei konnte dem brutalenr Raubzug durch die Innenstadt ein Ende setzen.

Aachen. Fünf Raubüberfälle binnen gerade einmal einer halben Stunde und dazu ein Täter, der Passanten nicht nur mit einem Messer bedroht, sondern auch gezielt zusticht – eine solche Serie von gefährlichen Taten hat am Sonntagabend in der Aachener Innenstadt für erhebliche Aufregung und einen Großeinsatz der Polizei gesorgt.

Mit einigermaßen glimpflichen Ende: Im Zuge der Fahndung, an der zeitweise sieben Streifenwagen beteiligt waren, konnte der mutmaßliche Täter schnell festgenommen werden. Und trotz der brutalen Attacken des Mannes wurden lediglich zwei der Opfer leicht verletzt. Was vermutlich purem Glück zu verdanken ist. „Wenn man sich das Vorgehen des Täters anschaut, hätte das Ganze wesentlich schlimmer ausgehen können“, sagt Polizeisprecher Paul Kemen.

Begonnen hatte der 23-jährige und bereits mehrfach vorbestrafte Mann seinen Raubzug gegen 18.50 Uhr in der Horngasse. Dort bedrohte er einen 22-jährigen Mann, der vor seiner Haustüre stand, mit dem Messer und forderte ihn auf, sein Geld herauszugeben.

Als dieser sich weigerte, versuchte der Täter, ihn mehrfach gezielt in den Oberkörper und den Hals zu stechen, ehe er in Richtung Bahnhofstraße floh. Das Opfer hatte Glück und erlitt lediglich eine leichte Schnittverletzung am Hals – was möglicherweise dem dicken Schal zu verdanken ist, den der junge Mann trug.

Nur wenige Minuten später beraubte der Täter auf der Theaterstraße einen weiteren Mann, den er mit vorgehaltenem Messer zur Herausgabe von Kleingeld zwang. Dann zog er weiter in Richtung Borngasse, wo er einen Passanten überfiel, indem er ihn von hinten an den Hals packte. Als der Mann sich losriss, stach der Täter zu, traf aber nicht. Das Opfer konnte fliehen.

Der Täter zog weiter zum Friedrich-Wilhelm-Platz, wo er eine Frau mit dem Messer bedrohte. Noch während dieser Tat ging er auf einen vorbeikommenden Passanten los, den er zur Herausgabe von Geld und Zigaretten zwingen wollte. Dabei verhielt sich der Mann laut Zeugen ausgesprochen merkwürdig: Obwohl er noch keine Beute hatte, ging er ein paar Schritte weg, kehrte dann aber plötzlich wieder um und stieß auf den Passanten ein. Dieser wehrte den Stich mit der Hand ab, wobei er eine Schnittverletzung erlitt.

Die Polizei konnte den 23-Jährigen in der Antoniusstraße stellen und festnehmen. Er ist wegen Drogen- und Diebstahlsdelikten vorbestraft und soll nun einem Haftrichter vorgeführt werden – wobei vermutlich auch die Frage einer Einweisung in die Psychiatrie thematisiert werden dürfte.

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