2040 wird Aachen die jüngste Stadt in ganz NRW sein

Von: Stephan Mohne
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Aachener Dom
Die Stadt Aachen wird im Jahr 2040 die jüngste aller Kommunen in NRW sein. Foto: Oliver Berg dpa

Aachen. Diese Zahlen können für viele Dinge von entscheidender Bedeutung sein, wenn es um die Zukunft der Stadt geht – Schulentwicklung, Finanzen, Wirtschaft oder auch für das Thema Wohnen und vieles mehr. Es geht um die Frage, wie sich die Einwohnerstruktur in den kommenden Jahrzehnten entwickelt – sowohl bei den absoluten Zahlen wie auch in Sachen Alter.

Und da gibt es für Aachen Bemerkenswertes mitzuteilen: Die Stadt wird nämlich im Jahr 2040 die jüngste aller Kommunen in NRW sein. Zumindest dann, wenn die aktuelle Prognose des Geschäftsbereichs Statistik von „Information und Technik Nordrhein-Westfalen“ (IT.NRW) – früher als Statistisches Landesamt bekannt – zutrifft.

Demnach wäre die Bevölkerung Aachens im Jahr 2040 im Durchschnitt 42,8 Jahre alt. So steht es in der „Vorausberechnung der Bevölkerung in den kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens 2014 bis 2040/2060“, die Freitag veröffentlicht wurde.

Aachen wäre damit deutlich jünger als die meisten anderen Städte und Kreise. Annähernd so jung wie Aachen wären den aktuellen Zahlen zufolge nur Münster (43,6 Jahre) sowie Köln und Düsseldorf (jeweils 43,7 Jahre). Das höchste Durchschnittsalter soll dann der Kreis Höxter mit 50,9 Jahren aufweisen. Aktuell ist die jüngste Stadt Münster mit 41,1 Jahren im Schnitt, die älteste ist Mülheim mit 46,1 Jahren. Die Zahlen belegen den längst vorausgesagten Trend der nächsten Jahrzehnte: Die Bevölkerung wird im Durchschnitt immer älter.

Aachen nimmt in einer anderen Statistik ebenfalls die Spitzenposition ein: Bei den 25- bis 40-Jährigen erwarten die Statistiker hier einen enormen Zuwachs von 12,8 Prozent gegenüber dem jetzigen Stand (55.600 auf 62.700). Das liegt den Analysen zufolge nicht etwa an einem zu erwartenden Geburtenüberschuss in den kommenden Jahren. Im Gegenteil prognostizieren die Statistiker, dass in Aachen 0,8 Prozent mehr Menschen sterben als geboren werden. Die Stadt gehört jedoch zu jenen Kommunen in NRW, denen man hohe Zuzugszahlen voraussagt – es werden demnach 3,9 Prozent mehr Menschen nach Aachen kommen als die Stadt verlassen.

In absoluten Zahlen erwartet „IT.NRW“ einen Anstieg der Bevölkerung in Aachen von 241 700 (1. Januar 2014) auf 249 200 im Jahr 2040. Hier gibt es allerdings auch Städte, denen die Statistiker ein noch deutlich größeres Wachstum voraussagen. Bei Köln sind es sogar annähernd 20 Prozent. Jedoch gibt es auf Sicht deutlich mehr schrumpfende als wachsende Städte und Kreise.

Bei den einzelnen Altersgruppen gibt es auch in Aachen einen deutlichen Zuwachs der Menschen, die älter als 80 Jahre sind. Derzeit sind es hier 11.900, 2040 sollen es bereits 18.800 sein. Der deutlichste Rückgang ist in diesem Zeitraum bei den 40- bis 65-Jährigen von derzeit 74.300 auf 66.800 vorausgesagt. In den Altersgruppen, die für die Kita- und Schulplanung wichtig sind, geht es minimal aufwärts: so etwa bei den unter Dreijährigen von 5800 auf 6200, bei den Drei- bis Sechsjährigen von 5400 auf 5700, bei den Sechs- bis Zehnjährigen von 7300 auf 7600 und bei den Zehn- bis Sechzehnjährigen von 11.200 auf 11.500.

Auf ganz NRW gesehen rechnen die Statistiker bis 2025 mit einer leichten Zunahme der Bevölkerung, die für 1. Januar 2014 mit 17,572 Millionen angegeben wird. Bis 2025 soll es noch auf 17,737 Millionen aufwärts, dann aber abwärts gehen. Bis 2060 wird gar mit einem Minus von rund einer Million Menschen gerechnet. Die Bevölkerungsprognose findet man unter web-shop.it.nrw.de.

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