Aachen - 2016 soll in Aachen das Wissenschaftsjahr werden

2016 soll in Aachen das Wissenschaftsjahr werden

Von: Stephan Mohne
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„Kunst des Fortschritts“: 2016 soll in Aachen zum Wissenschaftsjahr werden. Dazu gibt es eine breite Palette von Ideen, bei denen vielfältige Events wie auch Orte – hier die Lichtbetonfassade des Center for High Performance Fibre Materials (CFM) der RWTH – im Fokus stehen sollen. Über das Jahr hinaus soll für Aachen kontinuierlich die Marke „Wissenschaftsstadt“ forciert werden. Foto: Andreas Herrmann
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Beim Thema Wissenschaft geht es nicht nur um Zukunft, sondern auch um Industriegeschichte – wie hier im Tuchwerk. Foto: Andreas Steindl
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Auch eine Idee: ein Roboterkostümzug vom Campus bis in die Innenstadt. Foto: AFP

Aachen. Kaiser Karl hatte sein Jahr, dann standen die Pferde im Mittelpunkt. 2016 soll nun die geballte Kompetenz der Aachener Hochschulen in den Fokus rücken. Denn 2016 soll zum „Wissenschaftsjahr“ ausgerufen werden. Keineswegs geht es dabei um trockene Materie aus der Theorie, sondern um vielfältige Aktionen und Veranstaltungen mit etlichen „Playern“, wie man das heute nennt.

Ein breit geflochtenes Netzwerk soll es geben, denn: „Forschung und Entwicklung, Höchstleistungen und Zukunftsprojekte, die in der Regel hinter verschlossenen Türen entstehen, sollen für Bewohner und Besucher anschaulich erfahrbar werden“, fasst Stadtsprecher Bernd Büttgens das Ziel zusammen.

In der Verwaltung hat man sich an verschiedenen Stellen bereits seit längerer Zeit mit diesem Gedanken beschäftigt – im Presse- und Marketingbereich, in der Wirtschaftsförderung, im Kulturbetrieb. Zwischenzeitlich gab es auch einige politische Ratsanträge der schwarz-roten Mehrheit und nun auch der Grünen (siehe Artikel unten), die sich mit dem Thema befassen.

Büttgens hielt am Mittwoch im Hauptausschuss einen anschaulichen Vortrag zum Wissenschaftsjahr unter dem Titel „Futurelab 2016 Aachen – Kunst des Fortschritts“. Und da ist schon ein großer Ideenpool vorhanden, wie man feststellen konnte. Mit vielen Veranstaltungen, aber auch markanten Marketingaktionen soll das Wissenschaftsjahr in der Stadt verankert werden. Und das an den verschiedensten Orten.

Das können außergewöhnliche High-Tech-Orte an der RWTH und der FH ebenso sein wie industriegeschichtliche Standorte wie etwa das Tuchwerk in der Soers. Ein „Digital-Guide“ darf dabei nicht fehlen, der die Geschichte der Aachener Ingenieurkunst an verschiedenen Station im innerstädtischen Bereich ebenso beleuchtet wie zukunftsorientierte Entwicklungen an den Hochschulen über die City hinaus. Ein farblich und gestalterisch auffälliges Leitsystem könnte es obendrein geben.

In der städtischen Ideenschmiede denkt man auch an „Leuchtturm-Events“, die an besonderen Orten stattfinden könnten – etwa im und am Super C, im Centre Charlemagne, im Rathaus, auf dem Katschhof wie auch auf anderen Plätzen und Straßen, im Proberaum des Orchesters im ehemaligen Umspannwerk Borngasse, in der Flugzeughalle der FH, auf dem Campus Melaten und, und, und.

Forschung und Entwicklung sollen für alle Bürger „erlebbar“ werden. Eine Idee ist beispielsweise ein Schwerpunkt zum Thema Mobilität. Wurde früher mit dem Fafnir von Aachen aus Automobilgeschichte geschrieben, so geschieht dies nun im Bereich der E-Mobilität etwa mit dem Streetscooter. Architektonische Präsentationen könnten ebenso dazukommen wie Kultur aller Art – so auch von den freien Kulturvereinen und -initiativen. Der Spaß soll auch nicht zu kurz kommen. So gibt es die Idee eines Roboter-Kostümzugs vom Campus in die Innenstadt.

Das Ganze soll keine Exklusivveranstaltung der Stadt sein, im Gegenteil. „Erste Gespräche mit den Hochschulen dazu hat es gegeben“, sagt Bernd Büttgens zum Stand der Dinge. Doch auch viele andere sollen eingebunden sein – Handel, Schulen, IHK und Handwerkskammer, Bürgervereine und noch viele mehr sind als Partnerbasis des Wissenschaftsjahrs denkbar.

Und die Finanzen? Zunächst einmal gibt es im Haushalt für den Marketingaufgalopp 75.000 Euro. Das ist für ein solches Jahr erst einmal nicht viel. Aber auch da soll es keine Alleinveranstaltung der Stadt sein. „Das könnte ein interessantes und spannendes Thema für Sponsoren werden“, so der Stadtsprecher. Schließlich kämen einige der wichtigen Wirtschaftssäulen in Aachen originär aus dem Hochschulbereich. Und vielleicht will sich der eine oder andere ja gerne mit einem „Leuchtturm“ des Wissenschaftsjahres schmücken.

In Verwaltung und Politik ist man sich indes einig, dass dieses Jahr ein herausragender Aufgalopp für eine langfristige Perspektive sein soll. Kontinuierlich sollen Projekte entwickelt werden, mit denen die Marke „Wissenschaftsstadt Aachen“ positioniert werden kann. In Aachen selbst wie auch weit darüber hinaus.

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