Aachen - 2000 Läufer bezwingen den Teufelsberg

2000 Läufer bezwingen den Teufelsberg

Von: Katrin Haas
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Mit Feuereifer dabei: Dieses Quartett bewältigte den Lousberglauf im Gleichschritt in einem Drachenkostüm. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Der Blick zum Himmel lässt den ein oder anderen Sportler schaudern. Es regnet. Und das am Tag des Lousberglaufs, der entlang seiner anspruchsvollen 5555 Meter geschätzt wie gefürchtet wird. Doch die rund 2000 Teilnehmer lassen sich davon nicht abhalten und rannten am Mittwoch nach dem Startschuss von Professor Malte Brettel, Prorektor der RWTH Aachen, direkt die erste Steigung mit Tempo hoch.

Allerdings war Vorsicht angesagt, der Regen verschärfte die Kurven gefährlich. An manchen Stellen sind in vergangenen Jahren auch an trockenen Tagen schon Läufer gestürzt. „Wir prüfen die Strecke auf Gefahren und Hindernisse“, erklärte Peter Lynen, Organisationsleiter des Hochschulsportzentrums (HSZ). Zum 24. Mal veranstalten das HSZ, die Bewohner der Wohntürme an der Rütscherstraße und die Stawag den Lauf am Teufelsberg.

Auf den verschlammten Startbereich musste die Stadt zunächst noch Rindenmulch aufschütten. Rund 120 ehrenamtliche Helfer sorgten für den richtigen Ablauf. Wofür die Starter dankbar waren. Zum Beispiel das Team „Running Bauigel“, das sich vornehmlich aus „Bauingenieur“-Studenten zusammensetzte. „Ich finde es einfach cool vor so vielen Leuten zu laufen“, sagte der 23-jährige Patrick Weber. Hunderte Zuschauer feuerten die Sportler am Streckenrand an. Und auch Teamkollegin Anna Holländer fand: „Das muss man mal als Student in Aachen gemacht haben.“ Lynen stimmte zu: „Der Lousberglauf ist eine Marke. Noch nie waren die Startplätze so schnell vergeben.“

Wetterbedingt knackte diesmal niemand den Streckenrekord. Erster bei den Männern wurde Rachid Ezzouniour mit 17:35,6 Minuten, bei den Frauen siegte Kristina Ziemons mit 20:44,5 Minuten.

Die Läufer sorgten neben sportlichen Ambitionen auch mit ihren Kostümen für Aufsehen: Dabei mussten drei Männer ihren Lauf besonders gut koordinieren. Sie steckten als Trio in einem gelb-roten Drachenkostüm. Und genau das macht den Lousberglauf seit Jahren aus: die Mischung aus reinrassigen Sportlern und Läufern, für die der Spaß mehr zählt als die Zeit. Wobei der Blick zum Himmel im Ziel letztlich allen egal war.

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