2000 Hoffnungsträger auf Bewerbungstour

Von: Carolin Kruff
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Mit Vollgas zum Job: Zahlreiche angehende Arbeitnehmer ließen sich die vielfältigen Angebote zur „Nacht der Unternehmen“ im Agit-Gebäude nicht entgehen, bevor sie per Shuttlebus ihre Favoriten in Sachen berufliche Zukunft in Augenschein nahmen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es hat etwas von einem Aufbruch in eine neue Welt. Das Studium ist in der Tasche, ein Job muss her – aber nicht irgendeiner, er sollte schon passen, anspruchsvoll sein, Spaß machen und wenn er dann auch noch in der Region zu haben ist – umso besser! Viele Berufsanfänger gelangen erst über Umwege zu ihrem Traumjob.

Es geht jedoch auch einfacher, wie „Die Nacht der Unternehmen“, die erfolgreichste Karriere- und Jobmesse in der Region, zeigt. Mittwochabend öffnete sie bereits zum sechsten Mal im Technologiezentrum am Europaplatz ihre Pforten, rund 2000 Studierende und Absolventen folgten der Einladung. Das waren deutlich mehr als in den letzten Jahren. Kein Wunder: Rund 40.000 Studenten sind in diesem Semester allein an der RWTH eingeschrieben - Rekord! Diese konnten am Mittwoch etwa 100 Unternehmen aus der Region kennenlernen, die mit attraktiven Angeboten - vom Praktikum über die Hiwi-Stelle bis zur Festeinstellung - um die „Young Professionals“ warben.

Gerade kleinere Firmen profitieren

Denn in Zeiten des Fachkräftemangels können auch Unternehmen nicht mehr darauf hoffen, dass der richtige Bewerber an die Tür klopft. Und so kommt die „Nacht der Unternehmen“ gerade kleineren und mittelständischen Unternehmen zugute. Ob Automotive, Energie, Informations- und Kommunikationstechnologie, Life Sciences, Anlagen- und Maschinenbau - Unternehmen aller Branchen müssen sich in zunehmendem Maße bei potenziellen Bewerbern „bewerben“. So sieht es auch Nora Keßler am Stand des Fraunhofer IPT: „Bei der ‚Nacht der Unternehmen’ möchten wir nicht nur regionale Präsenz zeigen und unser Institut als Marke stärken, wir sind auch auf der Suche nach den richtigen Fachkräften. Wo sonst trifft man auf so viele potenzielle Bewerber wie hier?“

Viele Absolventen suchen einen Job mit internationaler Ausrichtung. Auch diesem Wunsch kann die Technologieregion Aachen nachkommen. Grund genug, in diesem Jahr die Niederlande als Partnerland einzuladen. 20 ausstellende Unternehmen kamen aus dem Nachbarland.

Schon zu Beginn der Veranstaltung war es im Technologiezentrum rappelvoll. An den Ständen wurden Gespräche geführt, Workshops und Bewerbungsmappenchecks angeboten sowie kostenlose Bewerbungsfotos geschossen. Bereits vor dem Eingang befand sich ein wahrer Blickfang: Die Firma „Power Diagnostix Systems GmbH“ stellte eine mobile Prüfanlage zum Testen von Hochspannungsgeräten auf, die leistungsstärkste weltweit.

Und per Shuttlebus konnten Unternehmen auch direkt besucht werden. Einer, der im vergangenen Jahr noch als Jobsuchender bei der „Nacht der Unternehmen“ unterwegs war, ist mittlerweile fündig geworden. Der Spanier Alessandro Gonzales hat sich 2012 bei der Initiative „5 x 5 - Welcome to Aachen“ - einem Gemeinschaftsprojekt von „Regina“, dem regionalen Unternehmerverband der IT-Betriebe, und der Agentur für Arbeit – beworben.

Angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit vor allem in südeuropäischen Ländern wurden junge Akademiker für vakante Stellen in der Region gesucht. Gonzales arbeitet nun als Software-Entwickler in Aachen, wie er bei der Podiumsdiskussion zu Beginn der Veranstaltung unserem stellvertretenden Chefredakteur Bernd Büttgens erzählte. Insgesamt 10 Bewerber konnten über diese Initiative in Aachen einen Job finden. Ein Erfolg war die Jobbörse allemal – für Absolventen und Unternehmen.

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