1950 Stunden Muskelarbeit für die Burg

Von: Katharina Menne und Julia Esser
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Innen und außen ein Schmuckstück: Die Burg Frankenberg zeigt sich nach dem Umbau in einem herausragenden Zustand – und fit für viele verschiedene Veranstaltungen. Foto: Andreas Steindl
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Rundum glücklich: Der Vereinsvorsitzende Ingo Klusemann und die Frankenb(u)erger freuen sich über die tollen Abschluss der Baumaßnahme.

Aachen. Der Umbau der Burg Frankenberg zu einem Bürger- und Kulturzentrum ist offiziell abgeschlossen. Bei strahlendem Sonnenschein bedankte sich der Vereinsvorsitzende des Frankenb(u)erger e.V., Ingo Klusemann, bei allen Beteiligten und Sponsoren mit einem kleinen Sektempfang und erklärte das Bauprojekt für erfolgreich beendet.

Seit Baubeginn im Jahr 2012 sind helle, freundliche Räume entstanden, die für Kunst, Literatur, Theater und zahlreiche andere Veranstaltung genutzt und vermietet werden.

Rund 1,7 Millionen Euro flossen aus verschiedenen Töpfen in das Projekt, darunter Gelder vom Land NRW, von der Stadt Aachen, von der NRW-Stiftung, vom Verein selbst und von vielen anderen Unterstützern. Besonders stolz sind alle Beteiligten, dass sowohl der prognostizierte Zeit- als auch der Finanzrahmen eingehalten werden konnten.

Das sei auch der guten Planung des verantwortlichen Architekturbüros „Beißel Architekten“ zu verdanken. „Es war insgesamt eine Heidenarbeit“, so Klusemann, „aber es hat sich gelohnt.“ Rund 20.000 Besucher pro Jahr hat der Verein seit der Eröffnung 2014 im Bürger- und Kulturzentrum gezählt.

Vieles haben die Vereinsmitglieder selbst gestemmt. Sie haben Teppiche herausgerissen, Tausende Nägel aus dem Boden gezogen, Dielen abgeschliffen und das gesamte Dach entkernt. Frank Külzer-Lydorf hat die 1950 Stunden Muskelarbeit koordiniert, die die Vereinsmitglieder in den Umbau investierten. „Es hat viel Spaß, aber auch viel Dreck gemacht“, lacht er. Dabei sei so manches unverhoffte Schätzchen entdeckt worden: schöne Fliesenböden, charmant knarzende Holzdielen und schicke Dachbalken.

Die Burg aus dem 13. Jahrhundert gehört nach wie vor der Stadt Aachen. Der Verein hat lediglich einen Nutzungsvertrag abgeschlossen. Aber: „Wir haben als Verein die Aufgabe übernommen, Leben in die Burg zu bringen“, sagt Klusemann. Das einzige, was jetzt noch zum vollkommenen Glück fehle, sei ein Gastronomiebetrieb. Doch bisher hat sich noch niemand dafür gefunden.

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