Aachen - 18.000 Menschen: Zum Weihnachtssingen „droht“ ein Rekord

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18.000 Menschen: Zum Weihnachtssingen „droht“ ein Rekord

Von: Robert Esser
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Gewaltiger Resonanzkörper: Zur Finanzierung des Weihnachtssingens auf dem Tivoli werden dringend Sponsoren benötigt. Sonst droht der Ausfall der einzigartigen Veranstaltung. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „O du fröhliche!“: Zum 3. Weihnachtssingen auf dem Tivoli erwarten die Organisatoren am Sonntag, 20. Dezember, doppelt so viele Besucher wie zu Heimspielen von Alemannia Aachen. „Ja, wir rechnen mit bis zu 18.000 Menschen, die dann als größter Chor der jüngeren Stadtgeschichte gemeinsam am vierten Adventssonntag singen“, sagt Gerd Mertens von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK).

Zur Premiere im Stadion an der Krefelder Straße kamen 2013 rund 5500 Sängerinnen und Sänger, vergangenes Jahr waren es schon 11.500. Wobei der nun immens wachsende Zustrom Herausforderung und Chance zugleich ist. Denn es „droht“ ein Rekord.

„Der Event ist nicht kommerziell. Natürlich bleibt es dabei, dass der Eintritt zum Weihnachtssingen kostenlos ist“, erklärt Mitorganisator Siegmar Müller. „Aber die technischen Kosten – gerade was den Personalaufwand zum Beispiel für Ordner angeht – steigen bei knapp 20.000 Menschen überproportional“, erläutert er. Das ist nicht unproblematisch. Die Rede ist von rund 60.000 Euro. Die müssen unbedingt eingeworben werden, bevor der Riesen-Event in der Fußballarena über die Bühne gehen kann. Und eigentlich will die ACK einen Spendenüberschuss in soziale Projekte investieren – vor allem in die Flüchtlingshilfe.

Damit das gelingen kann, bieten die Organisatoren – neben der ACK sind dies die Fan IG der Alemannia sowie das Eurogress – in diesem Jahr erstmals Sponsorpakete für Privatleute und Firmen an. „Unternehmen können zum Beispiel ihre Weihnachtsfeier in eine der Logen auf dem Tivoli verlegen – oder eine Reihe der bequemeren Business-Seats mieten“, sagt Mertens. Und verspricht ein unvergessliches Erlebnis mit vielen Gänsehautmomenten: „Ob christliche Weihnachtslieder, deutsche Volkslieder oder Alemannia-Fangesänge: Die Freude der Menschen am Singen und die Stimmung im Stadion sind unvergleichlich. Zehntausende Aachener, die gemeinsam ,Stille Nacht, heilige Nacht‘ und ,Alle Jahre wieder‘ anstimmen – das muss man einfach live miterlebt haben, es ist fantastisch. “

Auch Schirmherr Marcel Phi-lipp, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, ist begeistert: „Nun sind es ja noch ein paar Tage bis Weihnachten, aber die Vorfreude auf das Weihnachtssingen ist auch bei mir schon da.“ Philipp erkennt hinter dem stetig wachsenden Ereignis auch ein positives Zeichen: „Die Leute rücken in dieser Zeit gerne zusammen, man singt und fühlt sich wohl. Das Wir-Gefühl in unserer Stadt ist ja ohnehin vorhanden, aber an einem solchen Abend wird es auch öffentlich sichtbar.“

Man hat sich für die dritte Auflage noch einiges mehr einfallen lassen: Wenn das Vorprogramm am 20. Dezember um 17 Uhr auf dem Rasen beginnt, wird in den Logen bis 22.30 Uhr serviert. Kaffee, Kuchen, Suppe und auf Wunsch auch ein exklusives Catering sind möglich. „Selbstverständlich bieten wir auch diverse Werbemöglichkeiten an, etwa Firmenlogos von Sponsoren in tausenden Liederheften“, betont Müller. Entscheidend sei, dass sich möglichst viele Menschen und Firmen engagieren. „Das Weihnachtssingen ist gigantisch, der Aufwand allerdings auch. Das können wir nur stemmen, wenn die Unterstützung stimmt und alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagt Mertens. Gesucht werden unter anderem drei Haupt- und sieben Co-Sponsoren. Sodass nach „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ tatsächlich für alle gilt: „Fröhliche Weihnacht überall“.

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