18. Krippenausstellung: Weihnachtswunder wird greifbar

Von: Katrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
4525050.jpg
18. Krippenausstellung mit 120 Modellen aus über 27 Ländern: Bischof Heinrich Mussinghoff, Anke Reermann und Thomas Bürgerhausen (rechts) zeigten bei der Eröffnung zum Beispiel diese Bastkrippe. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Sehet die Botschaft der Einen Welt!“ – unter diesem Motto lädt das Infozentrum und Shop Missio am Dom zur 18. Krippenausstellung ein. Zur Eröffnung der Ausstellung waren auch – erstmalig – Bischof Heinrich Mussinghoff und Anke Reermann vom internationalen katholischen Hilfswerk Missio in den kleinen Laden im Schatten des Doms gekommen.

Kleininitiativen, Künstler und Kunsthandwerker aus Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika griffen in ihren Krippendarstellungen die Friedensbotschaft von Papst Benedikt XVI. auf und legten beider Herstellung ihren Wunsch nach Frieden und besseren Lebensbedingungen in jedes Detail der Figuren.

120 Krippen aus 27 Ländern sind auf 30 Qua-dratmetern zu bewundern. Tonkrippen aus Peru, Messingkrippen aus eingeschmolzenen alten Wasserhähnen aus dem Togo, Filzkrippen aus der Mongolei. Die Größten sind mit Figuren von fast einem halben Meter bestückt, eine der kleinsten Krippen passt in eine Muschel.

Kleine Herausforderung

„Es ist in jedem Jahr eine kleine Herausforderung diese einzigartigen Krippen für die Ausstellung zu finden“, sagt Anne Reermann. Der Erlös aus den verkauften Krippen fließt wieder an die Initiativen zurück. „Mit dem Geld können Frauen beispielsweise das Schulgeld für ihre Kinder bezahlen oder sich eine kleine Existenz aufbauen“, so Thomas Bürgerhausen, Geschäftsführer von Missio am Dom. 25 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen stehen im Laden zur Verfügung, um großen und kleinen Betrachtern die Figuren und Materialien zu erklären.

Die Tradition, sich in der Adventszeit eine Krippe ins Haus zu holen, geht auf den heiligen Franz von Assisi zurück. 1223 stellte er in einer Grotte, zunächst mit menschlichen Darstellern, die Geschehnisse der Weihnachtsnacht dar, um das Wunder für Menschen im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ zu machen. „Es ist erstaunlich, wie die Idee von Franziskus weltweit aufgegriffen wurde und weiterlebt“, kommentierte Bischof Mussinghoff.

Auch Thomas Bürgerhausen ist in jedem Jahr aufs Neue begeistert. „Für mich ist es jedes Jahr aufs Neue spannend mitzuerleben, wie sich vor allem Kinder von der Begeisterung anstecken lassen und lernen, dass Weihnachten noch eine tiefere Bedeutung hat, und dass auch andere Menschen auf der Welt Weihnachten nach ihren Vorstellungen feiern.“

Dieser Zeit wohne trotz allen geschäftigen Treibens ein besonderer Zauber inne, so Bischof Mussinghoff. „Seien Sie eingeladen, einmal hier zu verweilen. Vielleicht spüren Sie etwas vom zarten, kindlichen Herzschlag Gottes mitten unter uns.“

Bis zum 6. Januar ist die Ausstellung im Missio-Laden zu sehen. Sie ist außerdem Teil des Aachener Krippenweges, zu dem auch eigene Führungen zu den Krippen-Stationen angeboten werden. Die Ausstellung ist montags bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert