1780 Busse steuern die Altstadt an

Von: Matthias Hinrichs
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Einleuchtende Bilanz: Weil wie
Einleuchtende Bilanz: Weil wieder - bis gestern - 78 000 Besucher auf dem Weihnachtsmarkt gezählt wurden und 1780 Busse aus halb Europa ansteuerten, sind die Organisatoren Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die himmlischen, sprich meteorologischen „Gaben” im Advent mögen durchwachsen gewesen sein - von der Gesamtbilanz mit Blick aufs Altstadtpflaster kann man das nicht behaupten.

„Wir sind zufrieden mit der Resonanz und dem Verlauf des Weihnachtsmarktes”, resümiert Manfred Piana, Geschäftsführer des Märkte- und Aktionskreises City (MAC), wenige Stunden bevor die Verkaufsstände zwischen Rathaus und Dom Freitagabend um 20 Uhr ihre Pforten dichtmachen.

Insgesamt zählte der MAC bis Donnerstag knapp 78.000 Besucher, die die Kaiserstadt per Bus angesteuert haben - alle übrigen können freilich nicht seriös erfasst werden. Neben Freunden des besinnlichen Budenzaubers aus ganz Deutschland wurden vor allem Belgier, Franzosen, Briten und Niederländer in rund 1780 Großgefährten in die City gelotst. Damit wurde in etwa die gleiche Resonanz erzielt wie vor zwei Jahren, als rund 75.000 Besucher in den Bussen von auswärts registriert wurden. 2010 fanden rund 100 Busse weniger die Pfade Richtung Domstadt.

Weniger Volk am Münsterplatz

Apropos Pfade: „Vor allem durch die aktuellen Umbauarbeiten am Katschhof haben wir bei der Wegeführung Kompromisse machen müssen”, erklärte Piana. Insbesondere an der Nahtstelle zwischen Katschhof und Münsterplatz seien die Besucherströme vor allem in den Abendstunden nicht optimal verlaufen; vor dem Dom hielt sich das Treiben gelegentlich in Grenzen. Dort sollen künftig mehr Dekorationen und Lichtquellen zum Weiterflanieren einladen. In punkto Sicherheit sei den neuen Landesverordnungen indessen umfassend Rechnung getragen worden.

85 000 Euro hat der MAC zur Umsetzung der Bestimmungen investiert. Zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen, bekräftigt Piana. So wurden auf dem Markt, dem Katschhof und dem Münsterplatz im Ganzen vier Videokameras installiert, die die Besucherströme im Blick behielten - ohne dass dabei Gesichter erkennbar gewesen wären, wie der MAC-Geschäftsführer betont: „Es ging vor allem darum, etwaige Engpässe zu beobachten.”

An den Wochenenden waren jeweils von Freitag- bis Sonntagabend Rettungsdienste an der Kleinkölnstraße postiert. In Spitzenzeiten waren bis zu 20 Ordner im Einsatz, die notfalls Sperrungen hätten veranlassen können - was zu keinem Zeitpunkt erforderlich gewesen sei. Zudem wurden zehn Schilder mit Hinweisen auf Fluchtwege aufgehängt - von denen nicht wenige durch Langfinger, manche allerdings auch aufgrund der teils heftigen Herbststürme abhanden kamen.

Schließlich war an den Wochenenden eine sogenannte Verbindungsgruppe mit Vertretern von MAC, Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten permanent vor Ort, um in Notfällen sofortige Maßnahmen zu veranlassen.

Die Funkgeräte der Experten mussten nicht in besonderem Maße strapaziert werden. Piana: „Anfang kommenden Jahres werden wir gemeinsam erörtern, ob wir das Sicherheitskonzept im kommenden Jahr wieder ein bisschen abspecken können.”
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