1600 neue Bäume für den Aachener Wald

Von: Thorsten Karbach
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Bäume fallen, Bäume werden wieder gepflanzt: Der Forstwirtschaftsplan sieht unter anderem weniger geschlagene Festmeter vor. Foto: Krömer

Aachen. 1600 neue Bäume werden den Aachener Wald bereichern. So plant es jedenfalls das Forstamt. Neben den altbewährten Buchen (1000 Stück) und Roterlen (500) werden 100 Wildkirschen den Wald erweitern – in seiner Artenvielfalt.

Bislang ist die Wildkirsche vor allem in Bereich der Fränkischen Platte und des südlichen Steigerwaldes heimisch.

Auf der anderen Seite wurden natürlich auch Bäume gefällt – und werden es auch 2013. Bis zum 10. August 2012 zählte das Forstamt 2384 geschlagene Festmeter (Kubikmeter). 2013 sind eigentlich 3575 Festmeter geplant, 2384 Festmeter werden nun aber nur erwartet. Die Bilanz krankt am Laubholz. Die Nachfrage insbesondere nach Buche und qualitativ schlechtere Eiche ist nach Angaben des Forstamtes „sehr verhalten“. Entsprechend wird das Forstamt den Einschlag auf das waldbaulich notwendige Maß beschränken. Gefällt wird nämlich nicht nur, um Holz zu verkaufen. Insekten und Stürme spielen eine nicht minder wichtige Rolle. Im Münsterwald tritt zudem zunehmend Wild in Erscheinung, so dass insbesondere junge Laubbäume auf rund 13 Hektar Fläche mit einem sogenannten Verbissschutzmittel geschützt werden.

Fichte läuft weiter gut

Anders als bei Buche und schlechterer Eiche sind die Preise für Fichten weiterhin auf hohem Niveau – wenn auch um fünf Prozent rückläufig. Dies gilt auch für Rothölzer wie Lärchen, Douglasien und Kiefern. Dennoch werden die Baumfäller gerade um Lärchen und Kiefern meist einen Bogen machen: Die Vorgaben lassen keine größeren Eingriffe mehr zu, die vorhandenen Bäume sollen gehalten werden.

Diskutiert wird der Forstwirtschaftsplan von der Politik heute erstmalig in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte. Beginn ist um 17 Uhr in Haus Löwenstein.

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