Aachen - 16-Jährige gründen Unternehmen

16-Jährige gründen Unternehmen

Von: Katrin Haas
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Ehrung beim Deutschen Gründer
Ehrung beim Deutschen Gründerpreis für Schüler: Bei der Sparkasse wurden die besten Teams für ihre Ideen ausgezeichnet. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wer hilft mir denn jetzt beim Umzug? Und wer mäht meinen Rasen? Das Team „Joblog” verspricht da schnelle Hilfe: Auf ihrer Internetplattform vermitteln sie kleine, kurzfristige Jobangebote, Privatpersonen und Unternehmen stellen ihre Angebote gegen eine geringe Vermittlungsgebühr auf der Plattform vor.

Zielgruppe sind alle, vom Schüler bis zum Rentner. Mit dieser alltagstauglichen Idee überzeugte das Team des Pius-Gymnasiums, bestehend aus Julian Beck Teran, Dominik Funken und Christopher Runte, die Jury beim Deutschen Gründerpreis für Schüler, einem Planspiel für Unternehmensgründer ab 16 Jahren. Die Zehntklässler belegten mit „Joblog” in der Regionalwertung den ersten Platz, auf Verbandsebene unter 114 teilnehmenden Teams den fünften Platz und bundesweit reichte es für Platz 36 von über 1100 Teams.

Die Sparkasse Aachen ehrte im Bildungscenter die acht besten der 17 Teams aus der Städteregion Aachen. Norbert Laufs, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen lobte das Engagement der „Unternehmer von morgen” und betonte, dass viele Eigenschaften für das spätere Berufsleben trainiert werden, wie etwa Teamfähigkeit, Kreativität und eine gute Portion Durchhaltevermögen.

Von Januar bis Mai arbeiteten die drei- bis sechsköpfigen Teams an ihren fiktiven Unternehmen. Am Anfang steht die Geschäftsidee, dann wird anhand von neun verschiedenen Aufgaben ein aussagekräftiges Konzept entwickelt - inklusive eines Finanzplanes und einer Marketingstrategie. „Wir haben eine Umfrage mit 150 Personen gemacht”, erklärt Julian Beck Teran vom Siegerteam aus Aachen - so untersuchten sie den allgemeinen Bedarf für ihre Vermittlungsplattform. Unterstützt werden die Schüler jeweils von einem Coach, meist ein Lehrer, und einem Unternehmerpaten.

Auch die Plätze 2 und 3 gingen an Gruppen des Pius-Gymnasiums. Den zweiten Platz auf Regionalebene belegte das Team „VocaBacum GmbH” mit der Idee eines Navigationsgerätes für Blinde und schaffte es auf Platz 9 auf Verbandsebene. Ein Aufsatz mit einer Solarzelle für den Laptop dachte sich das drittplatzierte Team „Solarlap” aus. „Die Plätze lagen in diesem Jahr sehr nah beieinander”, erklärt Laufs, daher lud die Sparkasse Aachen nicht wie sonst die besten fünf, sondern gleich die besten acht Gruppen aus der Städteregion ein. Auch das Mindestalter der Teilnehmer wurde in der Städteregion unterschritten: Es nahmen auch 14 und 15-Jährige teil, sie durften mitmachen - erhielten aber keinen Vorteil gegenüber den Älteren.

Pius-Gymnasium räumt Preise ab

Der erste Platz wurde mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro, der zweite mit 300, der dritte Platz mit 200 Euro und die Plätze 4 und 5 mit jeweils 100 Euro belohnt.

Platz 4: „SmartFroze”: Programm für einen mitdenkenden Kühlschrank, Pius-Gymnasium

Platz 5: „Disinfec.”: System, dass Hände waschen und desinfizieren vereint, Pius-Gymnasium

Platz 6: „Curesta”: Heizsystem für Schuhe, Pius-Gymnasium

Platz 7: „ChemTech”: molare Massenwaage, Gymnasium Herzogenrath

Platz 8: „My Way”: Sicherheits-Assistenzsystem im Auto, Pius-Gymnasium.

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