Aachen - 1537 Sportabzeichen: Eigene Fitness als schönster Lohn

1537 Sportabzeichen: Eigene Fitness als schönster Lohn

Von: Kathrin Albrecht
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Sportsgeist: Die Absolventen des Sportabzeichens wurden von Bürgermeisterin Margrethe Schmeer, Björn Jansen (Stadtsportbund) und Uschi Brammertz (Integration durch Sport) geehrt. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es ist etwa so groß wie eine 10-Cent-Münze und wird in den Stufen Bronze, Silber und Gold verliehen. Ein Loorbeerkranz umrahmt die vier Buchstaben DOSB – Deutscher Olympischer Sportbund: das Deutsche Sportabzeichen.

2015 verlieh die Stadt Aachen 1537 Sportabzeichen, 897 davon gingen an Kinder und Jugendliche. Für rund 40 Aachenerinnen und Aachener ist die Prüfung zum Sportabzeichen aber keine einmalige Sache, sie sind fast jedes Jahr „Wiederholungstäter“. Dafür wurden sie im Weißen Saal des Rathauses von Bürgermeisterin Margrethe Schmeer und Björn Jansen, Vorsitzender des Stadtsportbundes, geehrt.

Weil fast alles in Aachen irgendwie zurück zu Karl dem Großen führt, lässt sich auch hier ein Bogen spannen: Historischen Quellen zufolge, legte Schmeer dar, soll Karl ein hervorragender Schwimmer gewesen sein, außerdem legte er wohl 50 000 Kilometer auf dem Rücken von Pferden bei seinen Reisen durch das Reich zurück – diese Leistung, sagte Schmeer, sei wohl das Sportabzeichen der damaligen Zeit gewesen.

Großartig sei es, sagte Schmeer weiter, was die Geehrten jeder für sich und als Vorbild für andere bei der Erlangung des Sportabzeichens geleistet hätten. Dabei hob sie auch die Bedeutung der Vereine bei der integrativen Arbeit hervor. Jansen bedankte sich ausdrücklich bei den 35 ehrenamtlichen Prüfern, die die Hobbysportler an acht Stützpunkten bei Wind und Wetter unterstützten. Auch sie erhielten eine Ehrung für ihren Einsatz.

Mit dem Sportabzeichenbeauftragten Detlef Gerth nahmen Schmeer und Jansen die Ehrungen vor: Silke Bastian, Adam Beißel, Jürgen Birken und Rolf Weber legten zum 25. Mal erfolgreich die Prüfungen ab. Rita Bruhn und Detlef Gerth konnten das Abzeichen schon zum 30. Mal entgegennehmen.

 

Beim Sportabzeichen werden motorische Grundlagen wie Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und allgemeine Schwimmfähigkeit geprüft. 35 Mal legten Christine Neuß, Wolfgang Decker und Carsten Brauner diese Prüfungen ab. Jürgen Neuß erlangte zum 40. Mal sein Sportabzeichen, Helmut Houbé zum 45. Mal. Zum 50. Mal legten Margret Vanderheiden, Robert Hack, Helmut Groß und Wilhelm Kittel die Prüfungen ab. Mit 23 Jahren habe sie das erste Mal an einer Prüfung teilgenommen, erinnert sich die heute 76-jährige Margret Vanderheiden. Seitdem hat sie kaum ein Jahr ausgelassen. Für sie sei das Sportabzeichen eine „Bestätigung, dass man sich fit gehalten hat.“ Täglich fährt sie zwischen 60 und 80 Kilometer Rad und geht schwimmen.

Auch als Familie kann man das Sportabzeichen erwerben: Geschafft haben das die Familien Laven, Strube und Schiffers. Die Familie Nießen legte mit drei Generationen die Prüfung zum Generationensportabzeichen ab.

91 Sportabzeichen wurden an die Bundeswehr am Standort Aachen verliehen. Oberstleutnant Birger Schirdewahn nahm die Ehrung entgegen. Jürgen Birken erhielt eine Ehrung für sein Sportabzeichen für Menschen mit Behinderungen. Jüngste Geehrte an diesem Abend war die fünfjährige Maike Jansen, die noch ein bisschen schüchtern ihre Urkunde entgegennahm. Lothar Bellinghausen erhielt eine Ehrung für den Bereich Senioren.

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