Aachen - 145 alte Schätzchen bei AKV-Oldtimerrallye

145 alte Schätzchen bei AKV-Oldtimerrallye

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
Oldtimerrallye des AKV
Der Aachener Karnevalsverein hat bei seiner Oldtimerrallye am 1. und 2. Juni auf dem Marktplatz zum vierten Mal 145 Teilnehmer-Teams mit ihren mindestens 30 Jahre alten Fahrzeugen begrüßen können. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Kaiserwetter herrschte am Samstag über Aachen. Im gleißenden Sonnenschein blitzten und blinkten die Chromteile an den 145 historischen Fahrzeugen, die bei der 4. AKV-Oldtimer-Rallye „The Race 2012” auf dem Markt an den Start gingen.

Pünktlich um 9.31 Uhr senkte Josef Schumacher, technischer Beirat des AKV, zum ersten Mal die schwarz-weiße Startfahne und schickte die automobilen Schmuckstücke auf die 170 Kilometer lange Strecke durch die Eifel. Wie ein Magnet zog die Startrampe zwischen Eäzekomp und Rathaus die Schaulustigen an, die zweieinhalb Stunden lang fasziniert wahre Legenden des Automobilbaus bewunderten und deren Vorstellung durch das kompetente Moderatorenteam Achim Krott und David Lulley lauschten.

Es war ein phantastisches Oldtimerspektakel mit vielen „Hinguckern”, zum Beispiel ein leise schnurrender Jaguar, ein Goggomobil (Baujahr 1968), das man früher schon mit einem Motorradführerschein auf die Strecke bringen konnte, oder ein Lotus Elan aus den USA, der in Europa ganz selten zu sehen ist. Und nur wenige werden gewusst haben, dass der VW Käfer seinen Namen der New York Times zu verdanken hat, die damals in einem ihrer Berichte schrieb, dass im Europa der Nachkriegszeit „Millionen kleiner, käferähnlicher Autos über die Straßen rollen”.

Viele der Oldtimer haben eine illustre Geschichte, kamen aus Kanada, den USA, Italien, der Schweiz und wurden häufig zuvor von Prominenten gefahren. Ein Karmann Ghia Cabrio (Baujahr 1969) dokumentierte, wie aus einem „Scheunenfund” wieder ein attraktives Liebhaberfahrzeug werden kann.

Rollendes Museum

„Die AKV-Rallyes mit Start und Ziel auf dem Markt sind eine gute Sache, sind doch diese Oldtimer ein Kulturgut, das man sonst gar nicht auf den Straßen sieht, das aber durchaus gezeigt werden sollte”, meinte Dieter Grunwald aus Aachen. Und während das rollende Automobilmuseum auf großer Fahrt war, hatten die Schaulustigen selbst die Chance, an von der IG Marktviertel organisierten Stadtrundfahrten mit einem Oldtimerbus teilzunehmen, begleitet von Stadtführerin Sabine Mathieu.

40 andere Besucher wiederum traten in einen improvisierten Wettbewerb, bei dem es darum ging, wer wohl am schnellsten einen Reifenwechsel vornehmen kann. Starkes Interesse fanden auch 20 sehr gepflegte Oldtimertraktoren, die eine Attraktion für sich waren. „Viele dieser Traktoren befinden sich in Altersteilzeit”, scherzte Roger Soiron, Vorsitzender der IG Oldie-Traktorenfreunde Aachen. So werden sie bei Schützenfesten in die Festzüge eingereiht oder zum Wegschneiden von Graswuchs an Hecken an gemähten Wiesen eingesetzt.

Mit einem Festabend in der Aula Carolina fand die AKV-Oldtimer-Rallye zugunsten der stadthistorischen Sammlung Crous ihren Abschluss. AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil gab seiner Freude über die Rekordbeteiligung Ausdruck und dankte allen ehrenamtlich an der Organisation Beteiligten.

Gesamtsieger der Rallye wurde nun bereits zum dritten Mal Hans Keller, der zusammen mit Klaus Foerster in einem BMW 2002 (Baujahr 1971) teilgenommen hatte. Auch neun Damenteams waren um einen eigenen Damenpokal auf Tour gegangen. Den Siegerpreis nahmen schließlich Laura Friedrichs und Linn Weiß in Empfang, die einen Austin Healey gefahren waren.
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