Aachen - 110 Jugendliche ebnen die Bühne für „Pollicino”

110 Jugendliche ebnen die Bühne für „Pollicino”

Von: Nikolina Mirkovicund Lara Geuer
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Erste spannende „Premiere”,
Erste spannende „Premiere”, bevor der Vorhang sich hebt: Mit ein wenig Hilfe von Bühnenbildner Detlev Beaujean haben die jungen Künstler die Kulissen für „Pollicino” mit gestaltet und gebaut. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Mit großen Augen betrachteten die Jugendlichen der Werk- und der Malergruppe des Opernprojektes „Pollicino” unter der Leitung von Detlev Beaujean ihr fertiges Bühnenbild auf der großen Bühne des Theaters Aachen. Zum ersten Mal sahen sie es komplett zusammengebaut, denn zuvor arbeiteten sie nur mit den einzelnen Teilen.

Dieses Bühnenbild kostete eine Menge Arbeit, denn anhand des Modellvorbaus des Bühnenbildes bauten die Jugendlichen an der Seite von Detlev Beaujean mit viel Spaß die hohen Wände. Sie erklärten uns, dass sie alles aus Holz zurechtgeschnitten und geschraubt und anschließend der ganzen Sache den passenden Anstrich verliehen haben.

Die Jugendlichen markierten jedes fertige Stück mit seiner angemessenen Position, die durch den Plan von Detlev festlag, damit beim Aufbau alles an seinen richtigen Platz kommt. Durch diese genaue Arbeit der Werkgruppen hatten der Bühnenmeister, Achim Gawenda, und sein Team einen entspannten Aufbau des Bühnenbildes, welcher sich von 10.30 bis 14.45 Uhr erstreckte.

Als dann alles fertig auf der Bühne stand, war ein altes, heruntergekommenes Fabrikgebäude ohne Dach zu sehen, in das sich schon allerlei Pflanzen ranken, und auf der Vorbühne ein roter Container. Zwischen Bühne und der ersten Zuschauerreihe blickten die Jugendlichen in den noch leeren Orchestergraben, in dem dann bei den Aufführungen die musizierenden Schüler mit dem Dirigenten, Gabor Kali, sitzen. Er wird durch zwei versteckte Monitore auch zu den Sängern geschaltet, damit diese immer im Kontakt mit ihm sind und bei falschen Tönen sofort korrigiert werden können.

Dann wurde den Jugendlichen vom Beleuchtungsmeister Ede Joebges erklärt, dass das Licht und die Lichteffekte ungefähr 40 Prozent des Bühnenbildes ausmachen. Dazu hat das Theater alle möglichen Farbscheiben und Scheinwerfer, die für die richtige Atmosphäre sorgen sollen. Dieses Licht verbraucht für jede Aufführung sehr viel Strom, doch dafür kann sich das Ergebnis sogar mehr als sehen lassen.

Hinter den Kulissen sitzt dann auch der Inspizient, denn der spielt eine große Rolle für die Organisation hinter der Bühne. Er gibt alle Zeichen weiter, zum Beispiel, wann die Sänger wo sein müssen, aber auch, wann das Licht ins Spiel kommt. Damit den Zuschauern während eines Notfalls im Theaterstück nichts passieren kann, gibt es natürlich einen eisernen Vorhang. Dieser wird bei einem Brand auf der Bühne mit einem Klingelton heruntergelassen. Außerdem gibt es Rauchmelder, die bei Rauchentwicklung einen Alarm auslösen und die Feuerwehr rufen würden.

In 36 Stunden und sechs Wochen Arbeit pro Gruppe haben die Schüler, unter Anleitung und mit Hilfe der Werkstätten, das ganze Bühnenbild selber gebaut und bemalt. Und bald ist es endlich so weit: Am 20. Mai wird der eiserne Vorhang auch das erste Mal für die Kinderoper „Pollicino” hochgefahren und die Werk- und Malergruppe freut sich schon sehr darauf, ihr fertiges Produkt in voller Pracht mit den Sängern, Musikern und allen anderen Beteiligten genießen zu können.

Die Kinderoper Pollicino von Hans Werner Henze nach Motiven aus dem Märchen vom Däumling, deren Aufführung auch von der AZ-Aktion „Menschen helfen Menschen” unterstützt wird, erzählt vom gleichnamigen kleinen Helden, der mit seinen Brüdern im Wald ausgesetzt wird, weil seine Familie nichts mehr zu beißen hat.

Mit Hilfe der Tochter des unheimlichen Riesen und Menschenfressers Fürchterlich und viel Fantasie gelingt es dem jungen Helden Pollicino, die Kinder aus den Fängen des Bösewichts zu befreien. Am Freitag, 20. Mai, um 11 Uhr geht die Premiere im Großen Haus des Theaters Aachen über die Bühne. Weitere Termine finden statt vom 21. bis 27. Mai um 11 beziehungsweise 18 Uhr.

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