1000 Mal „Nein” zu Riesen-Windrädern

Von: Joachim Rubner
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Gut 1000 Unterschriften gesammelt: Kitty und Theo Vaessen, Christian Brauers, Christoph Berger, Manfred Lemm, Christoph und Gertrud Hartmann werden sie am Dienstag als Protest gegen die geplante Modernisierung des Windparks in Vetschau an Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden überreichen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Bürgerinitiative gegen die Modernisierung des Vetschauer Windparks hat Unterschriften gesammelt. Alles in allem protestierten gut 1000 Bürger aus den umliegenden Ortschaften und dem niederländischen Bocholtz mit ihrem Namen gegen die Pläne aus Aachen.

Am nächsten Dienstag, 24. März, 16 Uhr, werden die Listen im Rathaus an Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden übergeben. Auch Lokalpolitiker aus dem niederländischen Bocholtz und Simpelveld werden anwesend sein.

„Wir wehren uns massiv gegen die bis zu 160 Meter hohen Windkraftanlagen und freuen uns, dass wir aus den Niederlanden so große Unterstützung erhalten haben”, sagt Christoph Hartmann, Sprecher der Bürgerinitiative, und erneuert seine Vorbehalte gegen die Erneuerung des Windparks.

Schon jetzt unerträglich

Schon jetzt seien die Belästigungen durch die sich drehenden Rotoren je nach Sonnenstand unerträglich. Bei einer Modernisierung des Windparks mit derart überdimensionalen Anlagen werde ein noch bedeutend größerer Bereich betroffen. „Wenn diese neuen Windkraftanlagen gebaut werden, müssen sogar die niederländischen Nachbarn mit den negativen Auswirkungen leben und auch Richterich wird je nach Sonnenstand betroffen sein”, ist Hartmann sicher und betont, dass man mit den meisten Politikern bisher „konstruktive Gespräche” geführt habe und auf offene Ohren gestoßen sei.

Dennoch will man weitermachen. „Wir werden diese Modernisierung des Windparks zu einem Wahlkampfthema machen”, sagt Hartmann. Früher habe man der Windenergie vorbehaltlos gegenüber gestanden. Seit den Erfahrungen mit dem jetzigen Windpark habe sich dies grundlegend geändert. Wie man an der großen Zahl der Unterschriften sehe, seien die meisten Bürger der betroffenen Gebiete gleicher Meinung.

Hartmann: „Wir lassen uns nicht noch einmal über den Tischziehen. Diese großen Räder dürfen auf keinen Fall gebaut werden.”
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