100 Prozent für Elisabeth Paul

Von: erb
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Perfekter Start: Grünen-Chefin Bettina Herlitzius gratulierte Elisabeth Paul (l.) als eine der Ersten zur eintimmigen Kür. Foto: Ratajczak

Aachen. Ein Raunen ging durch den Raum, als das Ergebnis der Wahl verlesen wurde, dann folgte lauter Beifall: 37 gültige Stimmzettel, davon 37 Mal „Ja“ zu Elisabeth Paul. Die 64-jährige ist bei der Mitgliederversammlung der Grünen einstimmig als Kandidatin für die Wahl des Städteregionsrates gekürt worden. „Ein echt sozialistisches Ergebnis“, scherzte sie. „Vielen Dank für euer Vertrauen!“

Paul wird am 25. Mai also unter anderem gegen Helmut Etschenberg (CDU) antreten, der die erste Wahl 2009 für sich entschieden hatte. Paul zeigt sich offen für alle denkbaren Koalitionen. Etschenberg bescheinigte sie immerhin, vor allem in der Anfangsphase der neuen Städteregion gute Arbeit geleistet zu haben. Sie freue sich über den nun anstehenden „engagierten und lustvollen Wahlkampf“. Elisabeth Paul blickt auf lange Jahre als Kommunalpolitikerin zurück, im Städteregionstag amtierte sie zuerst als eine der beiden Fraktionsvorsitzenden der Grünen und seit Juli 2011 als stellvertretende Städteregionsrätin.

Weit oben auf ihrer Agenda steht die Schul- und Bildungspolitik. „Jeder hat sie auf den Lippen, wir machen‘s“, gab sie sich kämpferisch. Internationale Förderklassen für Kinder aus Migrationsfamilien – vor allem aus Flüchtlingsländern – sowie die Schulsozialarbeit will sie ausbauen. Für Benachteiligte und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte will sie eine stärkere „Willkommenskultur“ etablieren. Außerdem will sie sich dafür einsetzen, den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern.

Das könne zum Beispiel durch mehr gezielte Praktika und Kooperationen zwischen Schulen und Ausbildungsbetrieben erfolgen. Weiterhin will sich Paul für eine umweltfreundliche Mobilität stark machen – unter anderem für den Ausbau des Euregiobahn-Netzes. Und dass der Radschnellweg nach Heerlen nun auf einem guten Weg sei, freue sie besonders. Das vollständige Wahlprogramm der Grünen soll am 20. Februar verabschiedet werden. Das überwältigende Votum für sie sei durchaus als Dankeschön zu werten, sagte Bettina Herlitzius, Vorsitzende des Grünen-Kreisverbandes: „Und als das Ergebnis deiner Arbeit in den letzten Jahren.“

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