10. September Special: Aachen leuchtet, lacht und lauscht

Von: Matthias Hinrichs
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Setzen auf spektakuläre Shows rund um Dom, Rathaus, Elisenbrunnen und Kármán: OB Marcel Philipp und die Sponsoren und Organisatoren des 10. „September Special“. Foto: Andreas Steindl
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And Then She Came: Die junge Modern-Rock-Formation mit Sängerin Ji-In Cho macht mit ihren ersten Live-Acts Furore. Foto: Kraemer
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Der „Reggae&Rock&Roll Zirkus“ ist seit 16 Jahren mit rund 1500 Shows unterwegs. Foto: Jameram
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Thorbjörn Risager & The Black Tornado: Die Skandinavier haben bereits Ende Mai auf Burg Wilhelmstein begeistert. Foto: Sevenich
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Dephazz: Mit Jazz, Funk und coolem Lounge-Sound hat die Band international große Erfolge gefeiert. Foto: Natalia Rodina

Aachen. Versprochen: Zum kleinen Jubiläum des großen Öcher Festängs geben sich die „Stones“ höchstselbst die Ehre – mit einer wahrhaft glitzernden Show im Herzen der City. Okay, nicht von den Königen des Rock‘n‘Roll war da am Freitag die Rede bei der Vorstellung des 10. „September Special“.

Aber von der Phalanx der mittelalterlichen Herrscher, die über Jahrhunderte das Zepter in der Kaiserstadt erobert haben und seit Jahr und Tag als steinerne Skulpturen an der Rathausfassade zu bewundern sind. Die Majestäten reihen sich als etwas andere Pop-Ikonen in den strahlenden Reigen der Stars ein, die sich vom 15. bis 18. September ein Stelldichein geben werden. Und stehen damit quasi als Kronzeugen der einzigartigen Verbindung von Historie, Gegenwart und Zukunft im Rampenlicht, welche so eben nur in der Wissenschafts- und Kulturstadt Aachen zu erleben ist.

Denn besagtes Licht wird über topmoderne Lasertechnik erzeugt, welche die Rathausfront an vier Abenden zur Leinwand für eine aufregende 3D-Show mutieren lässt. „Nach der erfolgreichen Illumination des Doms im vergangenen Jahr erlebt das Projekt ,Aachen leuchtet‘ damit eine weitere großartige Premiere“, frohlockte OB Marcel Philipp im Kreis der zahlreichen Organisatoren und Sponsoren. Die spektakuläre Uraufführung am Donnerstag, 15. September, 22 Uhr, dürfte zugleich den nächsten Höhepunkt des Hightech-Events namens „Future Lab“ markieren, mit dem Stadt und Hochschulen zum Auftakt des Festreigens den Markt neu erfinden. Da marschieren zuvor unter der Regie des Aachener Multimedia-Professors und Leibniz-Preisträgers Leif Kobbelt, zum Beispiel, die jüngsten Roboterkinder von RWTH und FH im konzertanten Gleichschritt mit hochkarätigen Musikern aus Fleisch und Blut.

Ab 20 Uhr swingt freilich die ganze Altstadt vier Tage auf vier Plätzen im Takt des speziellen Live-Events. Dafür sorgen die wackeren Impresarios des Kulturbetriebs einmal mehr mit den Veranstaltern von Burg Wilhelmstein, MAC und Musikbunker – dank engagierter Unterstützung zahlreicher Partner einmal mehr zum Nulltarif, wie Philipp dankbar unterstrich.

Premiere am Kármán

Selbst allzu viel „Kilometergeld“ wird kaum fällig für die Abertausenden, die auf den spätsommerlichen Klangteppichen zwischen Altstadt und Hochschulviertel unterwegs sein dürften. Auch das gehört längst zur Tradition. Apropos Hochschule: Der Aktionsradius ist auf den Hof des Kármán-Auditoriums erweitert worden. „Damit wollen wir auch die 58 000 Studierenden herzlich einladen, quasi auf eigener Bühne dabei zu sein“, betonte Dr. Jutta Göricke, Vizechefin der städtischen Marketingabteilung. Selbstverständlich sollen vor allem blutjunge Sounds aus den Elektro-, House- und Funkabteilungen zu hören sein.

Nach den Laser- und Robotik-Experten sind unterm Rathaus derweil schwerpunktmäßig guter alter Pop, Blues, Soul und Jazz angesagt. Der Electric Swing Circus aus Großbritannien setzt das Pflaster mit den Kollegen von Emma 6 unter Strom. Mit dem dänischen Sänger und Gitarristen Thorbjörn Risager gibt sich ein wahrer Senkrechtstarter die Ehre. Natürlich entert auch der Nachwuchs beim „Stawag Music Award“ die große Bühne, und mit Then She Came setzt eine brandneue Modern-Rock-Kombo um den Aachener Bassisten Frank Stumvoll den fetzigen Schlussakkord am Eäzekomp.

Auch neben dem Dom darf selbstverständlich geschwoft, getanzt und gelacht werden – nicht nur beim „Oecher Ovvend“, dessen Protagonisten die Höhen des Öcher Platt neu ausloten. Auf der „klassischen“ Rock- und Blues-Schiene sind auf dem Münsterplatz zudem schwer angesagte Kombos von der Somebody Wrong Bluesband & Friends über Junebag In A Jar bis hin zur Friday Night Band und Soundescape unterwegs.

Multikulti im besten Sinne soll schließlich auch im Elisengarten die Losung sein. Ins lauschige City-Grün lockt ein kunterbunter Mix aus Afro-Pop, American Rock und Jazz. Mit von der Partie sind unter anderem Moh Kouyaté aus Guinea, der „Reggae&Rock&Roll Zirkus“ Jameram, die Sparkassen Big Band sowie The Quicksteps und Patricia Vonne.

Was noch? Allerhand! Damit die Fans sich zeitnah guten Überblick verschaffen können, sind ab Ende August handliche Programmbroschüren in allen einschlägigen Anlaufstellen erhältlich. Was die Öcher und ihre Gäste nicht davon abhalten sollte, das Live-Spektakel bei Gelegenheit vom Riesenrad auf dem Katschhof aus zu bewundern – frisch gestärkt beim kulinarischen Budenzauber zwischen Dom und Rathaus, versteht sich.

Wer braucht da noch Jagger und Co.?

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