10. Eifeler Kriminacht: Bücher lesen kann ganz gefährlich sein

Von: Kristina Toussaint
Letzte Aktualisierung:
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Kleine und große Hauptdarsteller der Eifler Kriminacht: Im Forum M wurden gruselige und lustige Geschichten zum Besten gegeben. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Vier Krimi-Experten warteten bei der zehnten Ausgabe des Krimiabends „Mörderische Eifel“ im Forum M darauf, ihre neuesten Mord-Geschichten zum Besten zu geben. Doch vorher hieß es erst einmal „Bühne frei“ für die 4. Klasse der Grundschule Mützenich-Kalterherberg und ihr selbst erdachtes Krimistück „Secret of the Golden Room“.

Dass Bücher lesen ganz schön gefährlich sein kann, davor hatten Jade und Lena von der Monschauer Grundschule vor Beginn des Stücks schon gewarnt. Nichts-ahnend durchforsten darin drei Freundinnen die alten Fundstücke auf Omas Speicher in der Eifel, als es sie mitten in ein gefährliches Abenteuer verschlägt. Das goldene Lesezeichen des – ebenfalls – goldenen großen Albums prickelt noch kurz zwischen ihren Fingern bevor sie sich plötzlich im Golden Room wiederfinden. Leni, eine der Freundinnen, ist versteinert! Zusammen mit drei Mitschülern, die ihnen zu Hilfe kommen, versuchen die Mädchen, den Zauber aufzuheben. Wird ihnen das vor Ende der Zeitreise gelingen?

„Ich züchte nicht nur den Kriminachwuchs heran“, so Ingrid Peinhardt-Franke, die die Grundschüler im Rahmen des Förderprogramms Kultur und Schule NRW beim Schreiben und Proben des Stücks unterstützt hat. „Wir wollen insgesamt kulturelle Begeisterung wecken mit Literatur und Theater“. Die richtige Balance zwischen düsterer Spannung, Witz und Charme haben die Viertklässler mit ihrem „Golden Room“ auch schon gefunden.

Ganz ähnlich war es mit den Geschichten der Eifelkrimi-Profis, die das Publikum im gut gefüllten Forum der Mayerschen Buchhandlung im zweiten Teil zu gespanntem Zuhören, häufigem Schmunzeln und lautem Gelächter brachten. Ralf Kramp holte das Publikum erst einmal mit einem Mitmachgedicht ins Boot, bevor er aus seinem Kurzkrimibuch „Schluss mit Lustig“ las.

Martina Kempffs Protagonistin Katja Klein muss sich in „Wiederkehr“ mit Todesfällen, linguistischen Spitzfindigkeiten und deutscher Bürokratie an der Grenze zwischen Eifel und Deutschsprachiger Gemeinschaft zurechtfinden. Hubert vom Venn unterhielt unter anderem mit Kurzgeschichten des Fälle lösenden Journalisten Charly Nusselein und gab mit der Story um ein schwedisches Möbelhaus wohl die Geschichte mit den meisten „Ös“ zum Besten.

Kommissar Heinz Engelmann kam, verkörpert von seinem Erschaffer Sascha Gutzeit, in Trenchcoat und Hut gleich selbst auf die Bühne. Als Derrick der Eifel stellte Engelmann sich unter Gitarrenbegleitung als Kommissar vom ganz alten Schlag vor. Rauchend und Kognak trinkend ermittelt er im Hillesheimer Krimihotel, bevor er am Ende singend feststellte: „Der Mörder ist immer der Täter!“

Musikalisch war die Eifeler Kriminacht ohnehin: Mit Saxophon und Bass lieferten Heribert Leuchter und Manfred Hilgers den passenden Rahmen.

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