Schäuble beeindruckt, wie Aachen das europäische Erbe pflegt
Aachen. Der «typische Aachener Sommer» – kalt, windig, mal Schauer, mal Sonne – konnte der Laune keinen Abbruch tun. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat diesen Tag in Aachen genossen. Der designierte Karlspreisträger 2012 geriet am Abend sogar ins Schwärmen.
«Pro NRW»-Chef als Polizeibeamter suspendiert
Aachen. Der Chef des Aachener Kreisverbands und Vizevorsitzende des Landesverbands von «Pro NRW», Polizeihauptkommissar Wolfgang Palm, ist vom Aachener Polizeipräsidenten Klaus Oelze mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert worden.
Drogenschmuggler verschluckt «Bubbles» mit Heroin
Aachen. Die Polizei hat am Dienstagnachmittag zwei Drogenschmuggler an der deutsch-niederländischen Grenze festgenommen. Als die Brüder von der Polizei angehalten wurden, schluckte einer von ihnen mehrere so genannte «Bubbles» voller Heroin.
Auto mit Farbpatrone beschossen: Polizei sucht Zeugen
Aachen. Die Polizei sucht nach Zeugen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr von Dienstagabend auf dem Boxgraben.
Aachen. Bei der Suche nach einem neuen Ordensritter wider den tierischen Ernst hat der Aachener Karnevalsverein (AKV) jetzt zum zweiten Mal einen Korb von SPD-Spitzenpolitiker Martin Schulz kassiert.
Karls Jubiläumsjahr: Stadt sucht händeringend Sponsoren
Aachen. Wenn sich die Honoratioren aus Stadt, Staat und Kontinent zur Karlspreisverleihung im Krönungssaal zusammenfinden, um die Zukunft Europas in den Blick zu nehmen, wird dabei zumindest am Rande auch ein Großprojekt erörtert, das an gleicher Stelle die Perspektive vor allem auf die kulturhistorischen Wurzeln des Abendlandes richtet.
Uniklinik erholt sich und investiert nicht auf Avantis
Von Axel Borrenkott | 14.01.2012, 09:00
Seit dem Jahr 2007 propagierten beide Kliniken ihr ehrgeiziges Projekt des «ersten europäischen Unikrankenhauses» unter «gemeinsamer Leitung und gemeinsamer Eigentümerstruktur». Grundbaustein sollte ein «kardiovaskuläres Exzellenzzentrum» sein, mit dem die Unikliniken von Maastricht (UMC) und Aachen (UKA), «ihre Stärken zusammenführen und ihre Wahrnehmbarkeit in den nationalen und internationalen Märkten verbessern» können.
Im Juli 2008 stellten Guy Peeters, bis heute Vorstandschef des UMC, und sein damaliger Aachener Kollege Henning Saß eine Machbarkeitsstudie für das Großklinikum vor: «Die Erste europäische Universitätsklinik ist machbar. Erstes konkretes Projekt ist die Gründung eines internationalen Herz-Gefäß-Zentrums.»
Seither aber wurde, wenn von dem Zentrum überhaupt die Rede war, darauf verwiesen, dass man noch rechne. Dass die Vorstände von Maastricht und Aachen das Projekt nun offiziell für beendet erklären, ist alles andere als eine Überraschung. In beiden Unikliniken habe «die wirtschaftliche Stabilität derzeit Vorrang», teilen UMC und UKA am Freitag mit.
Zumindest in Aachen war die Erlöslage bis vor kurzem geradezu desaströs. Ende 2009 ein Defizit von zehn Millionen Euro, 2010 waren es noch über sieben Millionen. Unter der Leitung des neuen Vorstandschefs Thomas Ittel wird seit dem vergangenen Jahr kräftigst saniert. Offenbar mit Erfolg. Nach ersten Hochrechnungen liegt das Defizit in 2011 bei unter einer halben Million Euro. Ittel: «Von allen Unikliniken des Landes haben wir, zusammen mit Düsseldorf, die höchste Wachstumsrate an Fällen und Leistungen, nämlich sieben Prozent.»
Dazu hätten, zum Beispiel, allein 50 Lebertransplantationen und fast 1000 Geburten in den vergangenen beiden Jahren beigetragen. Wie sich auch insgesamt die Personalpolitik, ertragsträchtige Kliniken mit herausragenden jüngeren Chefärzten zu besetzen, offenbar bestens auszahlt.
Dass all das mehr als hart erarbeitet wurde und wird, betont Ittel von sich aus: «Das ist der Erfolg der Mitarbeiter, dass diese Leistung und dieser Erfolg möglich wurde. Das hatte seinen Preis, in allen Bereichen wurde hart am Wind gearbeitet, aber die Bereitschaft dazu war vorhanden.»
Insofern rückte das Vorhaben gemeinsames kardiovaskuläres Zentrum von alleine an den Rand. «Das rechnet sich mittelfristig nicht, die Investition wäre nicht innerhalb von 20 Jahren gegenfinanziert worden», so Ittel. «Hinzu kommen die Unwägbarkeiten der Gesundheitssysteme in beiden Ländern.» Außerdem müsste eine Herz-Notfallbehandlung im Klinikum bleiben, was das Ganze noch teurer mache. Man sei nun stattdessen dabei, «belastbare Planungen» für Investitionen in das Uniklinikum zu entwickeln.
Euregionales Engagement bleibt
Überlegt werde, ob sich ein Zentrum mit gemeinsamer Abrechnung an beiden Klinikstandorten realisieren lässt. «Auf jeden Fall müssen und wollen wir etwas tun, um uns euregional aufzustellen und in möglichst vielen Bereichen den Vorteil der europäischen Zentrallage zu nutzen.»
Was an wissenschaftlichen und medizinischen Synergien und Versorgung für Patienten im Grenzraum zu erreichen sei, strebe man weiterhin an.
Ittel: «Dass wir das Zentrum nicht bauen, ist keine Richtungsentscheidung. Beide Vorstände wollen andere Kooperationsmodelle entwickeln.»
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