Hohe Zwangsgelder lassen die illegalen Wettbüros kalt
Aachen. Obwohl die meisten Wettbüros in Aachen keine offizielle Lizenz besitzen, wird weiter gezockt. Hinter verschlossenen Türen hat die Stadtverwaltung die Kommunalpolitik jetzt darüber informiert, dass Aachen inzwischen schon mindestens zehn Wettbüros zähle - davon allein vier in der Elsassstraße im Ostviertel.
Die Steine weisen Alfred Mevissen den neuen Weg
Aachen/Alsdorf. Der Leistungsdruck ist hoch - und das seit Jahren. Nicht dass Alfred Mevissen ungern Manager in der pharmazeutischen Industrie auf Europa-Ebene ist. Gestalten zu können und kreative Lösungen selbst für knifflige Fragen zu finden, hat was.
Malwettbewerb: Abenteuerreise mit Farbpinseln
Aachen. Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Findelkind Mogli, das im Urwald aufwächst und allerlei erlebt mit Balu dem Bären, dem schwarzen Panther Baghira, der Schlange Kaa und dem bösen Tiger Shir Khan.
Ausgrabungen aus der Römerzeit
Aachen. Fast drei Jahre nach Abschluss den spektakulären Ausgrabungen im Elisengarten läuft die wissenschaftliche Auswertung auf vollen Touren.
Polizeieinsatz bei Party: Staatsanwälte ermitteln
Aachen. Polizeipräsident Klaus Oelze hat am Mittwoch angekündigt, die Ermittlungsakte über den umstrittenen Polizeieinsatz am Dienstagmorgen bei einer Party im «langen Turm» unverzüglich der Staatsanwaltschaft zu übergeben.
Baumfällarbeiten im Von-Halfern-Park
Aachen. Der Stadtbetrieb wird in den kommenden Wochen im Von-Halfern-Park Scheinzypressen fällen. Der Grund: An der Aussichtsterrasse im Eingangsbereich am Hochgrundhaus gefährden die nahe an der Balustradenmauer stehenden Bäume das Mauerwerk.
Mit Volldampf zur Produktion von Biogas
Von Jutta Geese | 22.12.2011, 07:30
Voll im Plan liegen aber nicht nur die Bauarbeiten und die Installation der Technik, betont Karl Rambadt, Technischer Leiter der AWA Entsorgung. «Die von uns beauftragten Firmen haben es auch geschafft, den Kostenrahmen einzuhalten. Das ist bei so großen Projekten - die reinen Baukosten liegen hier bei acht Millionen Euro -nicht selbstverständlich.»
Strom, Wärme und Kompost
Rund 62.000 Tonnen Bioabfall produzieren die Bürger in der Städteregion und im Kreis Düren im Schnitt pro Jahr, den kommunalen Grünschnitt eingerechnet. Doch nur knapp ein Sechstel des Aufkommens kann bislang im Zuständigkeitsbereich der AWA behandelt, sprich: zu Kompost verarbeitet werden. Gut 51.000 Tonnen des Mülls werden per Lastwagen zu Kompostierungsanlagen in Köln und Erftstadt verfrachtet. «Das sind mehr als 2500 Lastwagen, die pro Jahr mit dem Müll durch die Gegend fahren», sagt Rambadt.
Ab Januar wird das anders: Die Zahl der «Exportfahrten» wird deutlich reduziert. Denn in der neuen Vergärungsanlage, die in die bestehende Kompostierungsanlage am Weiweg in Würselen integriert ist, können pro Jahr 30.000 Tonnen Grünschnitt und Lebensmittelreste wie Kartoffelschalen, Salat oder Kohl aus der Biotonne verarbeitet werden - zu Strom, Wärme und - wie bisher - Kompost. Und das freut Bürger und Umwelt gleichermaßen. Schließlich verursachen weniger Lastwagen auf den Straßen weniger Verkehrslärm und zugleich weniger Schadstoffausstoß. «Der CO2-Ausstoß wird pro Jahr um schätzungsweise 80 Tonnen gesenkt», sagt Stiller. Allein durch die Reduzierung der Transporte, die Vergärung des Biomülls an sich bringe keine CO2-Ersparnis. «Aber der Nutzen liegt in der Verwertung des anfallenden Gases für die Strom- und Wärmeerzeugung.» Was natürlich im Endeffekt dazu beitrage, dass weniger Öl oder Kohle verbraucht werde.
Immerhin kann das Blockheizkraftwerk in der neuen Anlage aus den bei der Vergärung anfallenden Biogasen pro Jahr 3,4 Millionen Kilowattstunden Strom und 3,7 Millionen Kilowattstunden «thermische Energie», also Wärme, erzeugen. Die Strommenge entspricht etwa dem Verbrauch von 1000 Privathaushalten. «Der Strom wird zu 100 Prozent ins Stromnetz eingespeist, die Wärme nutzen wir vor Ort», erläutert Rambadt. Zum einen für die Anlage selbst - die Mikroorganismen, die den frischen Bioabfall zersetzen, brauchen eine bestimmte Temperatur für ihre «Arbeit» - und die Beheizung der Gebäude, zum anderen siedelt sich unmittelbar an der Anlage ein kaminholzproduzent an, der Wärme für die Holztrocknung benötigt. Frühere Überlegungen, die Wärme für die Beheizung des Betriebsteils Marienhöhe des Medizinischen Zentrums der Städteregion in Würselen zu nutzen, waren schnell vom Tisch. «Dazu hätten wir Leitungen bis dahin bauen müssen, und das ist viel zu teuer», sagt Rambadt. Da sei die jetzige Lösung - der Abnehmer der Wärme kommt zum Wärmeproduzenten - deutlich günstiger.
Wird es denn auch günstiger für die Bürger? Sprich: Werden die Abfallgebühren sinken? «Wir stellen den Kommunen im kommenden Jahr jedenfalls vier Euro je Tonne Biomüll weniger in Rechnung», sagt Rambadt. Inwieweit die Kommunen diese Ersparnis an die Bürger weitergeben (können), ist offen. Zumal sich die kommunalen Müllgebühren aus vielen Positionen zusammensetzen.
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