Beeindruckende Atmosphäre beim 3. Tivoli-Lauf
Aachen. Perfektes Badewetter herrschte am Pfingssonntag in Aachen. Doch statt in Freibädern oder Badeseen den Sprung ins kühle Nass zu wagen, entschieden sich rund 1300 Menschen fürs Schwitzen und suchten die sportliche Herausforderung: beim 3. Tivoli-Lauf.
Eissporthalle brennt: Feuerwehren aus der Euregio proben Ernstfall
Aachen. Löschen, Retten, Bergen und Schützen: Das sind die Aufgaben der Feuerwehr. Eine Kostprobe ihres Könnens bot jüngst der Löschzug Laurensberg der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Aachen gemeinsam mit den Feuerwehren Kelmis, Eupen und Montzen (alle Belgien) sowie aus den Niederlanden die Einheit Vaals der Brandweer Zuid-Limburg bei der Euregionale Gemeinschaftsübung am Objekt der Aachener Eissporthalle.
Endspurt bei der Alemannia-Rettung
Aachen. Es steht alles Spitz auf Knopf: Bis zum 31. Mai muss Alemannia Aachen die Unterlagen für die Drittligalizenz beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Frankfurt einreichen. Doch ein ganz wesentlicher Bestandteil ist immer noch nicht in trockene Tücher gewickelt: der Vertrag mit der neuen «AC GmbH», über die die Umfinanzierung der Stadionkredite läuft.
Campusbahn: Keine Großbaustelle in Brand
Aachen. Noch fährt die Campusbahn durch eine Welt voller Konjunktive. Demnach würde die Strecke 129 Millionen Euro kosten. Bei einer erwarteten Förderung von zwischen 85 und 90 Prozent - wobei auch mögliche Mehrkosten förderfähig sind. «Es gibt keine Stelle, an der es keine Förderung gibt», betont Dezernentin Gisela Nacken.
«Mörderische Phantasien»: Es grüßt Miss Marple
Aachen. Gar nicht übel, was sich der Drehbuch- und Theaterautor Bernard Slade da ausgedacht hat. Der gebürtige Kanadier, Jahrgang 1939, der auch in Hollywood sehr erfolgreich war, gewährt in seinem Beziehungskrimi «Mörderische Phantasien» verblüffende Einblicke in eine Paarbeziehung, die bereits seit 20 Jahren besteht.
Taxis und Lkw: Zum Markt über Großkölnstraße
Aachen. Wegen diverser Kanalarbeiten wird derzeit in der Innenstadt so manche Fußgängerzone ihrem Namen nicht mehr gerecht. Wie berichtet, rollt der Autoverkehr seit Anfang der Woche über Holzgraben und Büchel zum dortigen Parkhaus, weil die Ursuliner-straße gesperrt ist.
Stadt will Bildungspaket für Flüchtlingskinder schnüren
Von Nicolas Gaspers | 27.06.2011, 17:11
Anlass für die klaren Worte und die große Aufregung im Ausschuss bietet Paragraph 3 des Asylbewerberleistungsgesetzes. Kinder von Asylbewerbern, die unter diesen Paragraphen fallen, haben nämlich momentan keinerlei Anspruch auf das sogenannte Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung. Sie werden nicht berücksichtigt.
An dieser Stelle sah sich der Ausschuss aber mit einem grundlegenden Problem konfrontiert. Die lokale Politik habe nämlich nicht die Möglichkeit, Bundesentscheide zu kippen. Also müsse vor Ort flexibel mit der Problemsituation umgegangen werden, hieß es im Ausschuss.
In Aachen gibt es laut Verwaltung derzeit 130 Kinder, die unter den besagten Paragraphen 3 fallen und somit keine Ansprüche auf das Bildungspaket haben. Bisher habe die Verwaltung sich mit diesem Tatbestand in Sachen Gesetzgebung auch nicht abgefunden. Noch vor Durchsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes hat die Stadt die Bildungsförderung der Betroffenen über das Schulbedarfspaket geregelt.
Komplizierte Gesetzeslage
Auf Antragstellung konnten so 100 Euro pro Kind zur Verfügung gestellt werden, um etwa Schulbücher und Hefte zu finanzieren. Schulausflüge oder Nachhilfe konnten so aber nicht finanziert werden. Nach der Durchsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes musste man sich mit der komplizierten und undurchschaubaren Gesetzeslage auseinandersetzen und über andere, weitreichende Lösungen nachdenken.
Die Stadt hat daher eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, wie das Gesetz zu verstehen sei und welche Schlüsse man aus der Problematik der nicht berücksichtigten Kinder ziehen solle. Die Antwort beinhaltete indes kaum konkrete Aussagen, die zudem mehrdeutig auslegbar seien. Hier heißt es zusammengefasst, dass das noch geprüft werde.
Am 6. Juli soll nun der Rat entscheiden, ob städtische Mittel für die Betroffenen bereitgestellt werden. Entsprechende Anträge hatte der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie in Auftrag gegeben. Daraus könne man dann auch Leistungen wie Mittagessen, Schulausflüge oder Nachhilfe finanzieren. Für dieses Jahr spricht man von einer Summe in Höhe von 25.000 Euro.
Für die folgenden Jahre würde sich der Betrag auf 40.000 Euro erhöhen. Wird der Antrag im Rat bewilligt, wäre Aachen in einer Pionierrolle. Es wäre die erste Stadt, die für diese Kinder aus eigenem Etat Leistungen zahlt. Zwar stellt auch etwa Berlin solche Mittel bereit, jedoch wird es dort auf Landesebene geregelt.
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