Verdis «Maskenball»: Szenisch gefällig, musikalisch volle Pulle
Aachen. Nein, von Intendantenbonus zu sprechen, wäre nun wirklich unangebracht. Wenn das Aachener Publikum seinem Intendanten (und dem Ensemble) nach der Premiere von Verdis «Ein Maskenball» mit stehenden Ovationen für seine überhaupt erste Regiearbeit huldigt, so gilt das sicher auch Michael Schmitz-Aufterbecks Fähigkeit, seinen Mitarbeitern auf und hinter der Bühne wie seinen Kunden im Parkett gefällig zu sein.
Stadt reduziert die Flächen für neue Windräder
Aachen. Wo werden im Stadtgebiet künftig neue Windräder umweltfreundlich Strom erzeugen oder - je nach Blickwinkel und Betroffenheit des Betrachters - die Landschaft verschandeln? Seit geraumer Zeit beschäftigt diese Frage Verwaltungsfachleute, Gutachter und Politiker und sorgt vor Ort in der Regel für hitzige Debatten und nicht selten für die Gründung neuer Bürgerinitiativen.
Laschet unterstützt «Initiative für Wertschätzung»
Aachen/Düsseldorf. Bundesweit 260 Betriebe gehen mit der «Initiative für Wertschätzung» neue Wege. Die Idee: Schüler, Lehrer und Mitarbeiter sollen auf einem Kärtchen «Ich mag an Dir» aufschreiben, was ihnen am Anderen gefällt.
Städteregion: Drei Experten sollen prima Klima schaffen
Aachen. Menschen, die für ein gutes Klima in der Städteregion sorgen, kann Städteregionsrat Helmut Etschenberg gut gebrauchen.
Wenn das Zuhause kein Hort der Liebe ist
Aachen. Oft aus Scham verschwiegen oder verharmlost wird, wenn in Familien Mütter oder Kinder Gewalt erfahren. Die Betroffenen warten oft sehr lange, ehe sie häusliche Gewaltanwendungen öffentlich machen.
Bilal-Moschee ist jetzt Aachener Denkmal
Aachen. Wer hätte das gedacht? Die Bilal-Moschee an der Professor-Pirlet-Straße wurde nun in die Liste der Aachener Baudenkmäler eingetragen. Der Betonbau gilt als prägendes euroislamisches Bauwerk der Moderne.
An der Alkuinrealschule formiert sich Widerstand
Von Stephan Mohne | 07.09.2010, 08:55
Was die beiden und weite Teile der Schulgemeinschaft an der Alkuinstraße so aufbringt, ist die schwarz-rot-grüne Pressekonferenz vergangene Woche zur Zukunft der Aachener Schullandschaft. Dort waren Pläne zur Schließung dreier Hauptschulen und zur Gründung einer vierten Gesamtschule auf dem Kronenberg bekanntgegeben worden. Im entsprechenden Ratsantrag ist auch die Rede von einer «Anpassung» der Kapazitäten an den Realschulen. Auf Nachfrage betätigte Michael Rau (Grüne), dass hier die Alkuinschule «ein Thema» sei. Die habe laut CDU-Fraktionschef Harald Baal «die größten Probleme».
Überdies kämen 70 Prozent der Schüler aus Würselen. Abhängig sein soll die Zukunft der Schule mit ihren derzeit 400 Schülern von den Anmeldezahlen der neuen Gesamtschule. Je nachdem, könnte aus diesen Anmeldezahlen folgen, dass die Alkuinschule schon 2011 keine neuen Schüler mehr aufnehmen wird.
Günter Maaßen ist erbost: «Was hier gesagt wird, ist schlicht nicht wahr.» Ein Drittel der Schüler kämen aus Würselen und Herzogenrath, weil die Alkuinschule von dort aus gut zu erreichen sei. Maaßen sieht seine Schule denn auch eher als «Pilotschule» für die Städteregion. In diesem Zusammenhang sei ja sogar ein Bildungsbüro gegründet und ein «ordentlicher Abschluss für alle Kinder» propagiert worden.
«Offenbar sind wir aber der Aachener Politik wegen der auswärtigen Kinder ein Dorn im Auge», versteht Maaßen die politische Welt nicht mehr. Außerdem: Auch an anderen Aachener Schulen sei die Zahl der «Auswärtigen» hoch. Stolz verweist der Schulleiter auch auf 105 Neuanmeldungen fürs laufende Schuljahr - alleine 68 im 5. Schuljahr.
Völlig verärgert sind die Verantwortlichen zudem über die Zeitschiene. So soll die neue Gesamtschule im Dezember im Rat beschlossen werden. Im Februar sind aber erst die Anmeldetermine, bei denen sich herausstellen soll, ob die Gesamtschule gut angenommen wird und ob das Auswirkungen auf die Alkuinschule haben könnte. Im Frühjahr würde die Realschule also erst erfahren, ob sie im Sommer dichtgemacht würde. «Es würde sich doch niemand an einer Schule anmelden, von der er nicht weiß, ob sie noch existiert», vermutet Maaßen, dass «Altern gezielt verunsichert werden sollen».
Und in Sachen «politischer Stil»: Gemeldet habe sich von den «Herrschaften» seit jener Pressekonferenz niemand. Nur CDU-Schulpolitiker Wolfgang Boenke war vor Ort - am Montag zu einem länger vorher vereinbarten Gesprächstermin.
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