Früh mehr Lust auf Gesundheit

Von Sebastian Dreher | 05.09.2010, 18:48

Aachen. «Lust auf Gesundheit machen» - so lautete das diesjährige Motto der «Vital-Aktivmesse für die ganze Familie». An drei Tagen präsentierten sich im Eurogress über 100 Aussteller aus dem Gesundheitsbereich.
«Wir sind sehr zufrieden, der Andrang an den Ständen und bei den Vorträgen war sehr gut», sagt Rolf-Leonhard Haugrund, Geschäftsführer der Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen e.V., die die Messe zusammen mit dem Eurogress ausrichtet.

Am Sonntag wurde außerdem der diesjährige «Vital-Gesundheitspreis» verliehen. Für ihr Projekt «Glück als Schulfach» erhielt die Grundschule Oberforstbach den ersten Preis, der mit einem Geldbetrag von 1250 Euro einhergeht. Das Prinzip des auf zwei Wochenstunden angelegten Faches geht auf den Heidelberger Lehrer Ernst Fritz-Schubert zurück, der seinen Unterricht allerdings auf einer weiterführenden Schule anwendet. Erstmalig wird das Fach «Glück» bei Grundschulkindern erprobt.

«Mit dem Unterricht wollen wir die Persönlichkeit und die Gesundheit der Kinder fördern», erklärt Schulleiterin Maria Schiefer. Eine Kostprobe dieses Unterrichts folgte auf dem Fuße. Nach Anleitung des Trommellehrers Pascal Salimou entlockten die Schüler ihren afrikanischen Trommeln exotische Rhythmen, die den Zuschauern des Brüsselsaals «Zugabe»-Rufe entlockten. Der zweite mit 750 Euro dotierte Preis ging an die Grundschule Michaelsbergstraße für ihre Waldaktionen, bei denen die Sinne der Kinder durch Tastspiele und andere Aufgaben geschärft werden sollen. Für das Projekt «Der Höfling läuft» eroberte die Grundschule am Höfling den dritten Platz und damit 500 Euro.

«Wir wollen dafür werben, schon in frühen Jahren auf die Erhaltung der Gesundheit zu achten», sagt Haugrund. «Dabei zeigt sich, dass Kinder das erlernte Wissen an die Eltern weitergeben.» Der Chef des Marienhospitals ist selbst ein gutes Beispiel für seine These. Von seiner Tochter wurde der einst starke Raucher vor drei Jahren gezwungen, die Glimmstengel beiseite zu legen. Heute ist er sehr froh darüber. «Ich fahre heute 60 Kilometer mit den Rad, ohne außer Atem zu kommen.»

Die Wendung der ehemaligen Seniorenmesse zur Veranstaltung für die ganze Familie braucht nach der Einschätzung von Werner Barke allerdings noch etwas Zeit. «Es waren doch überwiegend ältere Menschen unterwegs», meint der Sprecher Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen der Region Aachen.

Der nächsten Gesundheitsmesse steht diese Einschätzung nicht im Weg. «Wir haben schon einen Termin», sagt Haugrund. «16. bis 18. September 2011.»