Baumangel auch in Aachener JVA
Aachen/Düsseldorf. In 15 Gefängnissen Nordrhein-Westfalens, darunter das in Aachen, ist nach Jahrzehnten eine gravierende Sicherheitslücke entdeckt worden.
Beim AKV ist Schluss mit lustig: Vizepräsident Königs zurückgetreten
Aachen. Schluss mit lustig. Der Organisator der Ordenssitzung wider den tierischen Ernst, Dr. Norbert Königs, hat eine Woche nach der ARD-Sendung seinen Hut - beziehungsweise die Narrenkappe - genommen. Der 1. Vizepräsident des Aachener Karnevalsvereins (AKV) verließ am Montagabend nach ausuferndem Streit den Elferrat.
Wie man 150.000 Tagungsgäste mehr nach Aachen zieht
Aachen. Gut 150.000 Tagungsgäste mehr pro Jahr, dazu eine neue Multifunktionshalle mitten in der Stadt für mindestens 1000 Zuschauer: Das sind zwei der Visionen der Kongress-Initiative, die sich in Aachen unter der Federführung von Eurogress und Aachen Tourist Service gegründet hat.
Zum «Aufwärmen» ab in die Eissporthalle
Aachen. Die Hofauffahrt von Wolfgang Peltzer ist bis auf den letzten Platz mit Autos voll geparkt. Voll funktionsfähig ist keines mehr - die klirrende Kälte hat den Fahrzeugen mächtig zugesetzt.
1,7 Millionen Euro für Aachens Schulen
Aachen. Rund 1,7 Millionen Euro werden in diesem Jahr in Sanierungen und Reparaturen an Aachens Schulen investiert. Allein 450.000 Euro fließen dabei in neue Technik.
100 Bäume gefällt: Mehr Platz fürs Parken am Klinikum
Aachen. Die ersten 100 Bäume sind über Nacht verschwunden, weitere 83 und jede Menge Buschwerk werden noch folgen: Das Klinikum hat in der Nacht zum Dienstag mit einer großen Fällaktion begonnen, um Platz für 368 dringend benötigte zusätzliche Pkw-Stellplätze zu schaffen.
15-Jährige für eine Spionin gehalten
Von Wolfgang Schumacher | 12.03.2010, 17:28
Dass er den Menschen nichts Böses wolle, das sah Staatsanwältin Claudia Schetter etwas anders. Die Anklägerin forderte die unbefristete Unterbringung in der Psychiatrie und beschrieb in ihrem Plädoyer, wie Riadh H. im Zustand der Schuldunfähigkeit aufgrund einer paranoiden Psychose den versuchten Totschlag im vergangenen Sommer begangen hatte.
Am letzten Verhandlungstag war vor den Plädoyers - sein Verteidiger hatte eine ambulante Behandlung gefordert - die deutsche Noch-Ehefrau des 42-Jährigen Tunesiers vernommen worden. Die Verwaltungsangestellte schilderte, sie habe ihren Ehemann in Tunesien im Urlaub kennengelernt. Doch schon bald machten sich in Deutschland Anzeichen von Verfolgungswahn breit, sagte sie.
Er habe in der gemeinsamen Wohnung andauernd «um die Ecken gelinst» und überall Spione vermutet. Zu seiner «Paranoia» habe allerdings mit beigetragen, dass ihn ein Sondereinsatzkommando der Polizei im Jahr 2003 tatsächlich für einen mutmaßlichen Terroristen hielt und ihn auf offener Straße übermannte. Auch die biedere Verwaltungsangestellte wurde festgenommen, am Folgetag waren beide wieder frei.
Über der Brüstung
Sein Verfolgungswahn spitzte nach dem Auszug seiner Ehefrau im Sommer 2009 dermaßen zu, dass er zwei der vier jungen Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren ebenfalls für Spioninnen hielt. Besonders die zur Tatzeit erst 15-jährige Nadja hat ihr Leben nur ihrer beherzten Gegenwehr zu verdanken.
Als sie bereits mit den Füßen über dem Abgrund hing, entwickelte das schlanke Mädchen Bärenkräfte. Der Angreifer fiel hintenüber, sie konnte in die Wohnung kriechen. Den folgenden Messerangriff wehrte sie mutig ab, ihr und der Freundin gelang schließlich die Flucht ins Treppenhaus. Riadh B. hatte mit Bomben gedroht und die Innenstadt stundenlang lahmgelegt.
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