Radtour von Heinsberg nach Millen: Einfach nur die Ruhe genießen

Von: Klaus Voss/Bruno Bousack
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Schöne Teilstrecke ab Millen. Foto: Voß/Bousack
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Für Bahnliebhaber: die Selfkantbahn. Foto: Voß/Bousack
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Weites Feld: Diese Tour verläuft weitgehend ohne Steigungen. Diese ehemalige Mühle liegt am Wegesrand, nahe am Ausgangs- und Zielpunkt. Foto: Voß/Bousack

Die folgende Route ist etwas für stressgeplagte Mitbürger. Auf ganz ruhigen Strecken fahren Sie durch stille Dörfer, weite Felder, satte Wiesen und liebliche Auwälder. Die Strecke ist rund 52 Kilometer lang. Knotenpunkte machen die Orientierung leicht.

Starten Sie in Heinsberg, nahe der markanten Pfarrkirche St. Gangolfus (Hochstraße 20), am Knotenpunkt (KP) 20 und fahren in Richtung Sittard über die gleichnamige Straße, L 228, bis zum Kreisverkehr, den Sie in die dritte Ausfahrt Richtung Aphoven verlassen.

Im Ort biegen Sie rechts ab in den Heideweg und biegen vor einem Gehöft links ab auf die Routenführung durch den Ort Laffeld zum KP 19. Hier folgen Sie den Hinweisen nach Schierwaldenrath bis zum KP 56, vor der Kirche.

Von der Kirche fahren Sie auf der Oberstraße Richtung KP 55. Ab dem Ortsende fahren Sie durch Felder – zum Horizont hin fallen Ihnen viele Windkraftanlagen auf – nach Harzelt hinein. Auf der Sedan- straße, K 3, werden Sie nach links geleitet, in der folgenden Linkskurve geradeaus in die Mittelstraße und über den Saeffeler Bach. Danach geht es rechts weiter Im Erlenbruch zum KP 55 in Brüxgen. Unterwegs konnten Sie manchen schmucken Vorgarten bewundern; auch lenken interessante Entwürfe moderner Einfamilienhäuser Ihre Blicke auf sich.

Museumsmühle

Ihr neues Ziel ist KP 54, der nördlich von Breberen liegt. Sie überqueren aber zunächst die K 3, Altenburgstraße. Die Pastor-Dünnwald-Straße führt Sie ans Ortsende, wo Sie schon die Museumsmühle nach links hin bemerken. Sie können die Mühle nicht mehr verfehlen.

Hinter der Mühle sind Sie links abwärts auf der Mühlenstraße in Richtung KP 53 unterwegs. Sie werden von der K 3 abgeleitet in die Römerstraße und in das schöne, bewaldete Naturschutzgebiet (NSG) des Saeffeler Baches. Nach einer Bachquerung kommen Sie zum Diecker Weg, dort nach rechts zum KP 53.

Sie kreuzen hier die K 5 und streben dem KP 43 entgegen. Herrlicher Auwald am Höngener und Saeffeler Bruch liegt rechts von Ihnen. Sie steuern auf eine Schnellverkehrsstraße zu, radeln unter dieser hindurch und gelangen nach Höngen. Folgen Sie der Wegweisung in den Ort hinein, und zwar auf der Pfarrer-Meising-Straße bis zur Heerstraße, L 228.

Klosterpfad

Hier nur wenige Meter nach links fahrend, müssen Sie schon wieder nach rechts zwischen Neubauten in den Klosterpfad Richtung KP 43 wechseln. Nach dem rechts liegenden Alten- und Pflegeheim St. Josef werden Sie in einen Wald geleitet. Hier geht es nach rechts und vor dem Saeffeler Bach nach links neben ihm wieder weiter. Rechts hinter den Bäumen liegt übrigens – nicht sichtbar – das ehemalige Rittergut Wammen. Und dann stoßen Sie am KP 43 auch schon auf die Straße Sandkoul.

Links kommen Sie weiter in Richtung KP 41. Folgen Sie dem Wegweiser nach Millenbruch. Am Ortsende liegt rechts das Gut Alfens, eine ehemalige Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert. Hinter dem Gut folgen Sie noch nach links zum KP 41. Bald führt die Straße auf eine hohe Brücke über die neue B 56; hier bietet sich Ihnen ein schöner Rundumblick.

Rollen Sie von der Brücke wieder hinunter und biegen am ersten asphaltierten Weg (entgegen der Routenführung) nach rechts ab, direkt dem nahen Millen entgegen. Die stark befahrene K1 querend, befinden Sie sich schon auf dem Marktweg nach Millen und alsbald am Kirchplatz. Richtung Süden liegt das ehemalige Propsteigebäude mit Bauteilen aus dem 16. und dem frühen 18. Jahrhundert.

Auch die Zehntscheune können Sie ausmachen. In ihr wurde der Kirchenzehnte aufbewahrt. Fahren Sie nun auf die Felder zu und gleich rechts ab. Halb links voraus liegt hinter den Bäumen die Burg Millen, eine Wasserburg mit zwei Vorburgen. Der Bergfried liegt auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel, einer Motte, und reicht wohl ins 13. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurde Millen in die Herrschaft Heinsberg eingegliedert.

Im 15. Jahrhundert fiel die Herrschaft Heinsberg an das Herzogtum Jülich, und die Anlage wurde zur Festung ausgebaut. Sie war Sitz der Verwaltung des Amtes Millen im Herzogtum Jülich. Millen verlassen Sie wieder in Richtung KP 41, dabei geht es bald auf den Weg am kanalisierten Rodebach (Roodebeek) entlang. Sie kommen nach Tüddern, der vermutlich ältesten Siedlung im Selfkant. Der römische Geograf C. Ptolemaeus erwähnt um 150 nach Christi Geburt den Ort Teuderion an der römischen Heerstraße von Heerlen nach Xanten.

KP 46, in der Nähe des Ortes Wehr, ist Ihr nächstes Ziel. Sie queren dorthin fast unbemerkt die alte römische Heerstraße, bleiben stets auf dieser Seite des Baches und kommen zum KP 44 in Süsterseel.

Links aufwärts führt Ihr Weg durch den Ort ein kurzes Stück über die Hauptverkehrsstraße. Vom hübschen Gänsebrunnen aus erblicken Sie nordwärts das andere Stadttor. Dort radeln Sie hindurch und in einen Fahrweg, der Sie zwischen fruchtbaren Feldern rund zwei Kilometer sanft bergan zum Mercatorpunkt führt.

Auf die Hochebene

Am Horizont erkennen Sie die Windmühle von Breberen. Sie scheint ganz nah zu sein. An der beschilderten Straßenkreuzung radeln Sie rechts Richtung Vinteln/Birgden über Kreuzrath zum KP 56 in Schierwaldenrath.

Fahren Sie von der Kirche aus Richtung KP 19, gelegen in den Feldern, dort rechts und gleich wieder links, danach geradeaus und schwenken an der K 4 links in die Talstraße von Aphoven. Hinter einer Rechtskurve biegen Sie rechts ab in den Karrweg. Schon bald geht es ziemlich bergan auf eine Hochebene mit vielen Feldern. An einer Wegkreuzung fahren Sie nach links, an einer ehemaligen Mühle vorbei geradeaus, den Selfkantdom am Horizont als Fernziel sowie auf einer Brücke über die neue Umgehungsstraße nach Heinsberg in den Waldenrather Weg und an die querende Geilenkirchener Straße.

Als Linksabbieger sind Sie bald in der Rechtskurve angekommen. Sie fahren links heraus und gelangen zum Kreisverkehr mit dem Knotenpunkt 20, dem Ausgangspunkt der Tour.

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