Ein See mit Strand und Natur, entstanden aus der Grube Alfred

Von: cro
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Ein künstlicher Strand und viel Grün: Der Echtzer See ist so etwas wie der kleine Bruder vom Dürener Badesee. Foto: Rose

Düren. Ein bisschen Strand, viel Wiese, einige Bäume und vor allem: kurze Wege. Der Echtzer See im Nordwesten Dürens ist ein willkommenes Ausflugsziel in den Abendstunden nach Feierabend. Logisch: Die Zahl der Besucher ist überschaubar, man hat quasi freie Platzwahl. Zudem punktet der See mit seiner Ausrichtung.

Der künstliche Strandabschnitt und die Wiesenfläche mit Bäumen ist gen Westen gerichtet – bei nahezu wolkenfreiem Himmel ist die Sonne lange garantiert.

Der Echtzer See liegt gut zwei Kilometer Luftlinie vom Dürener Badesee entfernt, dem großen Bruder quasi. Benannt ist der See nach dem Stadtteil Echtz, entstanden ist er im Jahre 1959, offiziell eröffnet wurde der See am 20. April 1964. Damals wurde die Fläche des Braunkohletagebaus und der Grube Alfred für Landwirtschaft, Wald und eben den See rekultiviert. Die Wasserfläche beläuft sich auf etwa 16 Hektar.

Diese können vielfältig genutzt werden: Schwimmen ist die naheliegendste Option, aufgrund einer Tiefe von 18 Metern (zum Vergleich: Der Dürener Badesee kommt bei einer Fläche von 35 Hektar Wasserfläche auf elf Meter Tiefe) ist auch das Tauchen möglich. Außerdem können Sportfischer ihrem Hobby nachgehen, Tretboote werden verliehen, wer auch mal aus ein bisschen Höhe ins Wasser springen will, kann dafür eine der vielen Wasserhüpfburgen nutzen.

Die Geschichte des Echtzer Sees besteht aus mehreren Teilen. Der erste und seine verschiedenen Etappen gingen wie folgt vonstatten: 1917 wurde im Tagebau Alfred, der vier Jahre zuvor in der Konzendorfer Grube erschlossen wurde, erstmals Braunkohle abgebaut. Geliefert wurde sie nach Weisweiler in die Brikettfabrik und das Kraftwerk „Zukunft“.

Wenn man heute am Ostufer sein Handtuch ausgebreitet hat, liegt das heutige Kraftwerk bei Weisweiler im Blickfeld. 1940 war das Ende der Konzendorfer Grube besiegelt: Mit den Abraummassen aus dem Tagebau im benachbarten Ortsteil Gürzenich (daran grenzt der Dürener Badesee, der auch nach dem Kohleabbau entstanden ist), der zwei Jahre zuvor erschlossen worden war, wurde sie zugekippt. 132 Hektar des alten 170 Hektar großen Tagebaus wurden für die Landwirtschaft rekultiviert.

Den zweiten Teil der Geschichte des Sees prägt der Heimat- und Geschichtsverein Echtz-Konzendorf. Der gründete sich 1989 und begann vor sieben Jahren, Infotafeln auf dem Gebiet des ehemaligen Tagebaugeländes aufzustellen, um an die Geschichte und die Entstehung des Gebietes zu erinnern. Die erste zum Beispiel im Stifterwald, der als Naherholungsgebiet rund um den Echtzer See liegt. Die Bäume konnten zu Anlässen wie Trauungen, Jubiläen, Taufen und Geburtstagen gestiftet werden – der Wald ist bereits vor Aufstellung der ersten Infotafel komplett gewesen. Mehr als 60 Bäume bilden einen Park, der Ausflugsziel für Rad- oder Wandergruppen ist.

Kurzurlauber werden am Echtzer See, der über die Landstraße 264 aus Richtung Langerwehe und Düren erreichbar ist, übrigens auch glücklich: Gleich neben dem Gelände mit Restaurant und zu vermietenden Grillhütten ist ein Campingplatz. Geöffnet hat der Echtzer Badesee in den Sommerferien ab 9 Uhr, ansonsten bis zum 31. Oktober ab 10 Uhr.

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