Viele Wege zum Ziel: Vier Beispiele für die Aus- und Weiterbildung

Von: Andreas Röchter
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Drei unterschiedliche Wege: Jens-Philip Schulz, Oliver Ferfer und Patrick Dubus (von links) nutzen die große Bandbreite von Bildungsmöglichkeiten der Berufskollegs. Foto: A. Röchter

Eschweiler. Viele Wege führen zum Ziel. Manchmal auch Umwege. Ein breites Spektrum an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten die insgesamt neun Berufskollegs der Städteregion Aachen – Berufskollegs Alsdorf, Eschweiler, Herzogenrath, Simmerath/Stolberg sowie die Berufskollegs für Gestaltung und Technik, für Wirtschaft und Verwaltung, die Käthe-Kollwitz-Schule, die Mies-van-der-Rohe-Schule und das Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg in Aachen.

So besuchte Oliver Ferfer nach seinem Abschluss an der Realschule Patternhof in Eschweiler im Jahr 2010 zunächst die zweijährige Höhere Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung (Höhere Handelsschule) am Berufskolleg Eschweiler, bevor er im August des vergangenen jahes seine Ausbildung als Bürokaufmann bei der AWA Entsorgungs GmbH begann. Im Rahmen dieser Ausbildung besucht er nun zweimal in der Woche die Berufsschule, ebenfalls am Berufskolleg in Eschweiler.

„In vielen Ausbildungsberufen wird inzwischen der Besuch der Höheren Berufsfachschule vorausgesetzt. Deshalb habe ich mich nach der Realschule entschieden, am Berufskolleg weiterzumachen“, erklärt der Indestädter, der bei erfolgreichem Abschluss seiner Ausbildung über die Fachhochschulreife verfügen wird. „Ich denke über die Möglichkeit eines Studiums nach“, blickt Oliver Ferfer nach vorne. Die Höhere Berufsfachschule besucht zu haben, bringt ihm nun in der Ausbildung deutliche Vorteile. „Ohne Vorkenntnisse in BWL oder Rechnungswesen würde mir vieles schwerer fallen“, ist er überzeugt.

Über den „Umweg“ Chemie kam Jens-Philip Schulz zu seinem Berufswunsch Erzieher. „Ich habe nach meinem Realschulabschluss an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf zunächst den Fachbereich Chemisch-Technischer Assistent am Berufskolleg für Gestaltung und Technik besucht, aber bald bemerkt, dass mir der Sozialpädagogische Bereich besser liegt“, schaut der Aldenhovener zurück. Er bewarb sich an der Käthe-Kollwitz-Schule, absovierte zunächst eine zweijährige Ausbildung zum Kinderpfleger und befindet sich derzeit kurz vor der theoretischen Prüfung innerhalb seiner dreijährigen Ausbildung zum Erzieher. Der Prüfung, die Ende des Monats stattfinden wird, schließt sich ab 1. Juli sein „Anerkennungsjahr“ in der stationären Jugendhilfe in Aachen an.

Und danach? „Ich denke, ich werde zunächst als Erzieher arbeiten und dann ein Studium beginnen. Mir schwebt zum Beispiel Psychologie vor“, hat Jens-Philip Schulz klare Vorstellungen.

Genau wie Oliver Ferfer besuchte der Eschweiler Patrick Dubus die Realschule Patternhof, „baute“ aber anschließend am Berufskolleg Eschweiler, das in diesem Jahr in Sachen Organisation der ZAB (siehe Kasten) federführend ist, sein Fachabitur in Richtung Automatisierungstechnik. Nun befindet er sich in der Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik beim RWE und kehrt alle vier Wochen als Berufsschüler während seines jeweils zweiwöchigen „Schulblocks“ an seine alte Schule zurück. „Da das Fachabitur immer häufiger für Elektroniker vorausgesetzt wird, habe ich die Chance am Berufskolleg ergriffen“, erklärt Patrick Dubus. „Die enge Verzahnung zwischen der Theorie in der Schule und der Praxis im Betrieb gefällt mir besonders.“

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