Während der Ausbildung ab ins Ausland

Von: nai
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Region. Tischler gehen gerne nach Paris, Kfz-Mechatroniker und Bäcker gerne nach Madrid. Insgesamt nutzen aber nur wenige Azubis die Möglichkeiten des Auslandspraktikums.

Erasmus-Programme, Auslandsaufenthalte und Praktika werden meist in Zusammenhang mit der Universität und Studenten genannt. Dabei hat auch jeder Auszubildende einen rechtlichen Anspruch, ein Viertel der Ausbildung – neun Monate – in einem ausländischen Betrieb zu verbringen.

„Meistens gehen die Auszubildenden aber nur zwei bis vier Wochen ins Ausland“, sagt Georg Stoffels von der Handwerkskammer Aachen. 100 Azubis haben diese Chance in den vergangenen Jahren wahrgenommen. „Es könnten mehr sein“, sagt Stoffels im Interview mit Wir Hier:

Wir Hier: Warum nehmen dann doch recht wenige Auszubildende die Chancen im Ausland wahr?

Stoffels: Das ist oft auch ein Problem mit den Betrieben, die die Lehrlinge für diese Zeit bezahlen müssen, aber ihren Einsatz nicht nutzen können. Dabei bekommen wir meistens gute Rückmeldungen von den Betrieben nach den Auslandspraktika. Die jungen Menschen profitieren menschlich, aber auch handwerklich davon.

Wir Hier: Wenn man ein Praktikum im Ausland machen möchte, wie kommt man dahin?

Stoffels: Bei der Handwerkskammer haben wir die Mobilitätsberatung. Wir helfen bei der Suche nach einem geeigneten Betrieb und informieren über finanzielle Unterstützung. Mit Erasmus-Plus können Fahrt und Unterkunft mit bis zu 1000 Euro bezuschusst werden.

Wir Hier: Auf was muss man besonders achten, wenn man im Ausland arbeiten geht?

Stoffels: Wichtig ist, die richtigen Versicherungen abzuschließen und sich eine Unterkunft zu suchen. Auch dabei können wir beraten. Auch muss man prüfen, welches Visum man braucht und die Ausbildungsfirma und das Unternehmen im Ausland sollten mal in Kontakt gewesen sein, um die Arbeitsziele des Auszubildenden abzuklären und anzupassen. 

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