Aachen - Tausende Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht

Tausende Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht

Von: Nadine Tocay
Letzte Aktualisierung:
Ein Eisbär mit Beute
Durch den Klimawandel und Umweltverschmutzung verlieren die Arten ihren Lebensraum - so auch der Eisbär. Foto: Verena Wolff/dpa

Aachen. Eisbären, Pandas und Elefanten – so unterschiedlich ihre Lebensräume und ihre Rassen sind, eins haben sie gemeinsam: Sie sind vom Aussterben bedroht. Und mit ihnen 25.821 weitere Tier- und Pflanzenarten, von 91.523 insgesamt. Mehr als ein Viertel also.

Das hat die Weltnaturschutzunion bei der Aktualisierung der Roten Liste bekanntgegeben. Nadine Tocay findet, dass Bequemlichkeit endlich kein Argument mehr für sterbende Tiere sein darf.

Durch den Klimawandel und Umweltverschmutzung verlieren die Arten ihren Lebensraum. Das ökologische Gleichgewicht ist gefährdet. Das ist zwar mies, aber was kann man daran schon ändern, denken wir uns. Nichts, redet man sich dann gerne ein. Doch das stimmt nicht. Wir müssen endlich aufhören, aus Bequemlichkeit die Augen davor zu verschließen und anfangen, zu handeln.

Denn es liegt nicht nur in der Hand der Politiker und Großkonzerne. Es fängt bei jedem von uns an. Weder Politik noch Konzerne zwingen uns, im Supermarkt die Zutatenliste zu ignorieren und beherzt zu Marken wie Nutella, Rama und Ariel zu greifen. Wir wollen darauf nicht verzichten, also werden Regenwälder weiterhin gerodet, um Ölpalmen für die Generierung von Palmöl anzubauen. Was ist schon der Verlust von ein paar Hundert Orang Utans, wenn dafür das Brötchen beim Frühstück schmackhaft belegt und die Wäsche schön flauschig ist?

Weder Politik noch Konzern zwingen uns, im Regen statt mit dem Rad doch mit dem Auto in die Stadt zu fahren oder sich für ein Wochenende Mallorca mal eben in den Flieger zu setzen. Sollen dem Eisbären halt die Eisschollen unter den Füßen wegschmelzen. CO2-Emissionen? Verursachen doch nur Leute mit Privatjet, nicht wir.

„Dieses Denken muss ein Ende haben.“ Dieser Satz darf nicht länger eine Floskel sein – sondern die Realität. Wir müssen unsere Gewohnheiten ändern. Denn sonst heißt es bald: Tiger, Buckelwal und Co. – sie alle sind tot, und wir haben das zugelassen.

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