Aachen - Service-Serie: Ab dem Winter gibt´s mehr Geld für Studenten

Service-Serie: Ab dem Winter gibt´s mehr Geld für Studenten

Von: se
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Aachen . Im Rahmen unserer Service-Serie „Für euch erklärt“ haben wir mit Roland Pokall und Kathrin Koch gesprochen. Die beiden Studenten sind Mitglieder des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) der RWTH und Ansprechpartner für das Thema Bafög. Wer im Wintersemester mit dem Studium beginnt, sollte sich in diesen Wochen mit dem Thema auseinandersetzen. Die erste Hürde: das Ausfüllen des Antrags.

„Um die Formulare ausfüllen zu können, muss man ein Studium absolviert haben“, sagt Roland Pokall und lacht. Er weiß: „Viele Studierende haben Angst davor, etwas falsch zu machen.“ Wer sein Geld also pünktlich auf dem Konto haben möchte, sollte den Antrag rechtzeitig beim Bafög-Amt einreichen. Denn: Im Monat der Antragsstellung folgt die erste Auszahlung. Neben personenbezogenen Angaben, spielt das Einkommen der Eltern eine wichtige Rolle. Auch eine eigene Wohnung, ein Nebenjob und das eigene Vermögen – sofern vorhanden – müssen angegeben werden. Zu Letzterem zählen unter anderem Sparbücher. Ein Faktor, der oft unterschätzt wird, weil er in vielen Fällen nicht einmal bekannt ist. „Wir erleben immer wieder, dass Großeltern oder Eltern ein Sparbuch auf den Namen der Studenten angelegt haben und die davon nichts wissen“, sagt Pokall. Meldet man das dem Bafög-Amt nicht, kann es im schlimmsten Fall zur Anzeige kommen.

Der Antrag umfasst zudem einen kleinen Lebenslauf samt schulischer Laufbahn und die Immatrikulationsbescheinigung. Für jedes Elternteil muss darüber hinaus ein separates Formblatt zum Einkommen ausgefüllt werden. Doch aufgepasst: Die Bescheinigung vom Finanzamt, die angehängt werden muss, bezieht sich immer auf das Einkommen von vor zwei Jahren. Wer im Wintersemester mit dem Studium anfängt, muss die Bescheinigung von 2014 vorzeigen.

Ist der Antrag richtig ausgefüllt, legt das Bafög-Amt die Höhe der Förderung für zwölf Monate fest. Danach muss ein Wiederholungsantrag gestellt werden. Nach dem vierten Semester müssen die Studenten einen Leistungsnachweis einreichen. Können sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht 80 Credit-Punkte nachweisen, werden sie nicht weiter gefördert. Bachelor-Studenten, die dies nicht schaffen, können jedoch im Master-Studium wieder Bafög beantragen. Fachwechsel im ersten und zweiten Semester sind kein Problem. Im dritten Semester muss bei einem Wechsel eine schriftliche Erklärung abgegeben werden, um weiter gefördert zu werden. Wer ein Auslandssemester plant, sollte das sechs Monate im Voraus angeben. Während eines Urlaubssemesters erhalten Studenten kein Bafög. Ausländische Studenten haben keinen Anspruch, bei Flüchtlingen gelten andere Regeln. Sobald sie einen Sprachentest bestanden haben, können sie sich immatrikulieren und Förderung beantragen.

Ab dem Wintersemester dürfen sich Studenten über Neuregelungen freuen. Die Bedarfssätze werden um sieben Prozent erhöht. „Das bedeutet, dass mehr Studenten Bafög bekommen werden“, erklärt Koch. Auch die Grenze für Nebenverdienste wird angehoben von 400 auf 450 Euro pro Monat.

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