Region - Neues Haustier unterm Weihnachtsbaum?

Neues Haustier unterm Weihnachtsbaum?

Von: mec
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Region. Knopfaugen, weiches Fell und liebenswerte Art: Fast jeder hat Haustiere gern. Gerade bei Kindern sind tierische Freunde beliebt, als spontanes Geschenk sind sie trotzdem nicht geeignet.

Um die Weihnachtszeit stoppen viele Tierheime und Notstationen ihre Vermittlungen. Nicht etwa, weil keine Tiere abzugeben wären. Sondern, um unbedachte Spontananschaffungen zu vermeiden. So zum Beispiel im Tierheim Aachen: Seit vergangenem Montag schon werden keine Tiere mehr vermittelt, wie Verena Scholz sagt.

Sie ist ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Tierheim. „Normalerweise können Katzen und Kleintiere beim ersten Termin mitgenommen werden, das geht in der Woche vor Weihnachten nicht.“ Um Schnellschüsse zu vermeiden, sagt Scholz. Denn genau diese Schnellschüsse merke man zu Anfang des neuen Jahres – als Rückläufe ins Tierheim.

Immer wieder bekomme das Tierheim im Alltag „Geschenkanfragen“. „Viele informieren sich vorher nicht richtig über das Tier“, sagt Scholz. Aber: „In den vergangenen Jahren ist das zurückgegangen, die Aufklärung ist besser geworden.“ Und wenn der Wunsch nach dem eigenen Tier von Dauer ist, kann es in der Woche nach Weihnachten mit nach Hause genommen werden.

Besonders Kleintiere wie Hamster, Mäuse, Ratten, Kaninchen und Meerschweinchen seien beliebte Weihnachtsgeschenke, aber auch junge Katzen und Welpen. „Die Anfragen kommen überwiegend von Familien mit Kindern“, sagt Scholz aus Erfahrung.

Gerade bei jungen Tieren muss aber bedacht werden: Auch die Babykatze ist irgendwann ausgewachsen. Futter, Zubehör, Tierarztkosten – jeder, der ein Haustier hat, weiß, wie teuer so ein Tierleben werden kann. Auch im Urlaub wollen Wellensittich, Meerschweinchen und Co. versorgt sein, macht also im Zweifel Extrakosten für eine professionelle Betreuung.

Und nicht nur die Tiere werden größer, auch die Kinder: „Oft bleibt die Arbeit an den Eltern hängen, und das Interesse geht schnell verloren“, sagt Scholz. Wer kümmert sich dann? „Viele dieser Tiere landen leider tagtäglich bei uns im Tierheim“, sagt Scholz. Denn: Saubermachen, Pflege, Aufmerksamkeit und Füttern brauchen Zeit, die im Alltag eingeplant werden muss – bestenfalls, bevor ein Haustier angeschafft wird.

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