Menschen helfen dank Youtube

Von: Anke Capellmann
Letzte Aktualisierung:
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Aachen. Auf der Berufswunschliste junger Menschen ist Youtuber heutzutage ganz weit oben. Einer, der es geschafft hat, ist ein 23-jähriger Aachener, der sich CrispyRob nennt. Eigentlich heißt CrispyRob Robert Brosowski. In seinen Videos geht es um das Alltägliche – Überlebenstipps für den Schulalltag oder Ratschläge gegen Langeweile.

Aber auch Action und Spaß hat Rob den Zuschauern seines Kanals zu bieten.

 Eine Trampolin-Challenge zusammen mit dem populären und äußerst erfolgreichen Aachener Youtuber Julien Bam, der auch ein langjähriger Freund von Rob ist, zählt zu den meistgeklickten Videos des 23-Jährigen. Geschickt versuchen die jungen Männer immer bessere Sprünge und Tricks auf die Beine zu stellen. Andererseits kann es auch gefährlich werden – Experimente werden auf Robs Kanal großgeschrieben. Und in seiner Serie „YouTube Camp“ begleiten die Zuschauer den Aachener auf einem Überlebenstrip in der Wildnis – schlaflose Nächte und Wildschweine garantiert. Sein Kanal ist also breit gefächert. Von Comedy, Vlogs, Lifestyle-Videos bis hin zu sozialen Projekten zeigt der junge Mann der Welt alles, was ihn als Person ausmacht.

Youtube ist für Jugendliche heute wichtiger als Fernsehen. Die wohl bekannteste deutsche Youtuberin Bibi, die Beauty-Tipps gibt, hat mehr als vier Millionen Abonnenten. CrispyRob unterhält auf seinem gleichnamigen Kanal mittlerweile mehr als eine halbe Million Abonnenten. Von seinen YouTube-Videos kann der selbstständige Web-Video-Produzent leben. Angefangen hat alles mit einer Kamera, ein paar heiteren Ideen und der Leidenschaft fürs Filmen. Daraus ist dann irgendwie eine immer weiterwachsende Sache geworden. „Mit der Zeit trifft man so viele tolle und besondere Menschen. Zusammen kann man dann eine Menge erreichen“, sagt Robert Brosowski.

Inzwischen lebt er in Köln. Seine Familie und Freunde in Aachen besucht er so oft wie möglich – doch so viel Freizeit hat ein Youtuber gar nicht. „Youtuber sein bedeutet, sich 24 Stunden am Tag mit seinem Hobby zu beschäftigen.“ Da sei es auch normal, einen vollen Terminplan zu haben und von Meeting zu Meeting zu hetzen.

Ideen für neue Videos fallen dem 23-Jährigen manchmal im Schlaf ein, andere Ideen brauchen länger, vor allem, wenn viele Menschen daran beteiligt sind. Was Zeit kostet, ist später die Umsetzung. Wie lange es dauert, ein Video zu produzieren, hängt ganz vom Projekt ab. Manche sind im Dreh aufwendig, andere erst in der Nachbearbeitung. „Zwischen Stunden und Tagen ist da alles möglich“, sagt CrispyRob.

Und weil der Terminplan so voll ist, hat er sein Kommunikations-Design-Studium an der FH Aachen zunächst unterbrochen. Diese Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, wie er zugibt. Bereut hat er es aber noch nicht. Auch auf Instagram, Twitter und Facebook kann man das Leben des 23-Jährigen verfolgen.

Er jedenfalls ist von seinem Weg überzeugt: „Spaß und Leidenschaft. Das hat alles ins Rollen gebracht. Finde heraus, was du gerne machst, und du kannst auch andere Menschen dafür begeistern. Erst wenn du für etwas brennst, kannst du die Fackel weitergeben.“ CrispyRob selbst ist ganz begeistert von seinem Erfolg, den er nicht erwartet hätte. Er, der sich selbst nur den „netten Dude von nebenan“ nennt. „Viele Youtuber und Influencer neigen dazu, mit steigendem Ruhm abzuheben“, kritisiert er. „Viele meiner Fans sagen: ‚Hey, du könntest auch der nette Nachbar oder großer Bruder sein‘.“ Das sei ihm wichtig.

Aber CrispyRob will nicht nur Ruhm, sondern nebenbei auch noch die Welt ein bisschen besser machen: Mit der gewonnenen Reichweite will er sich sozial engagieren. Gemeinsam mit anderen Youtubern reiste der 23-Jährige vor Kurzemnach Afrika. Vor Ort unterstützten sie zwei große Projekte – die Kwanini Foundation auf Pemba und The Olive Branch for Children in Tanzania. „Es war das krasseste Abenteuer meines Lebens. Und Youtube hat mir die Option gegeben, etwas verdammt Gutes hier zu machen.“

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