Region - Maler und Lackierer: Gute Mitarbeiter sind schwer zu finden

Maler und Lackierer: Gute Mitarbeiter sind schwer zu finden

Von: kf
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Region | Im Bezirk Aachen, Düren und Heinsberg gibt es zurzeit etwa 250 Auszubildende im Bereich Maler und Lackierer. Obermeister der Malerinnung, Horst Engel, erklärt, warum es schwierig ist, gute Mitarbeiter zu finden. Herr Engel, was macht den Ber

Region. Im Bezirk Aachen, Düren und Heinsberg gibt es zurzeit etwa 250 Auszubildende im Bereich Maler und Lackierer. Obermeister Horst Engel erklärt uns im Interview, warum es für die Betriebe schwierig ist, gute Mitarbeiter zu finden.

Herr Engel, was macht den Beruf des Malers aus?

Engel: Der Beruf ist vielseitig. Man kann sich kreativ ausleben und man hat ständig mit anderen Menschen zu tun. Außerdem muss man bereit sein, sich immer wieder veränderten Gegebenheiten zu stellen. Kein Auftrag ist wie der andere, jedes Gebäude ist unterschiedlich und jeder Kunde hat andere Anforderungen, wie Gebäude, Fassaden und Wände gestaltet werden sollen.

Wie hat sich der Beruf in den vergangen Jahren verändert?

Engel: Mit immer neuen Techniken und Werkstoffen verändert sich der Beruf des Malers stetig. Manche Techniken von früher sind heute wieder gefragt. Hinzu kommen Raum-, Boden- und Fassadengestaltung sowie die Installation von Wärmedämmverbundsystemen.

Quer durch das Land wird über die mangelnde Ausbildungsreife von Schulabgängern geklagt. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Engel: Für das Handwerk gibt es meiner Erfahrung nach oft nur Auszubildende mit schlechterem Schulabschluss. Die, die in anderen Berufen nicht qualifiziert genug sind, das sind unsere Auszubildenden fürs Handwerk.

Wo sollten Wirtschaft und Politik die Lösung suchen? Eher in der besseren Schulausbildung von schwächeren Schülern oder in der Anwerbung von Abiturienten und lernstärkeren Schülern?

Engel: Für das Handwerk wäre es von großer Wichtigkeit, dass durch eine bessere Schulausbildung von schwächeren Schülern das Ausbildungspotenzial, was dem Handwerk zur Verfügung steht, gefördert wird. In der Anwerbung von Abiturienten sieht das Handwerk dagegen keine nachhaltige Zukunft, da diese meist den zweiten Bildungsweg (Studium) einschlagen.

Ist es denn eher ratsam, sich möglichst breit aufzustellen oder sind im Maler und Lackierer Handwerk immer mehr Spezialisten gefragt?

Engel: In den vergangenen Jahren hat sich das Spektrum im Malerhandwerk durch immer neue Materialien und Ausführungen stark verändert. Es bedarf sicherlich keiner Spezialisten, sondern Auszubildender, die Interesse und Kreativität mitbringen.

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