Herzogenrather in neuer Serie „Babylon Berlin“ zu sehen

Von: km
Letzte Aktualisierung:
13828939.jpg
Ist bald als SA-Mann im deutschen TV zu sehen: Jung-Darsteller Philipp Melicker. Foto: Katharina Menne

Herzogenrath . Ein Bahnhof im Berlin der 1920er Jahre. Überall stehen Männer der Sturmabteilung (SA). Ein Zug mit jüdischen Mitbürgern fährt ein. Die SA-Leute fangen an zu pöbeln. Die Situation eskaliert. Und mittendrin Philipp Melicker aus Herzogenrath. Es ist eine Szene aus der Serie „Babylon Berlin“, einem Großprojekt der Fernsehsender ARD und Sky. Der 19-Jährige spielt einen SA-Mann.

Es ist seine bislang größte Rolle, nachdem er vor einem knappen Jahr seine zweijährige, schulbegleitende Ausbildung an der Aachener Schauspielschule abgeschlossen hat. Die legt, anders als die Theaterschule, ihren Fokus mehr auf Film und TV. Seitdem hat er in ein paar Werbespots mitgespielt und einige Statistenrollen übernommen. Doch erst die Erfahrungen in Berlin haben ihn in seinem Berufswunsch bestärkt und darin, auf dem richtigen Weg zu sein. „Es war eine geile Atmosphäre am Set und sehr beeindruckend“, sagt er. „Ich war mega nervös, aber der Regisseur Tom Tykwer war nett und hat mir viele Tipps gegeben.“

Interesse am Schauspielern hat er nicht erst seit gestern. Schon als er klein war, machte es ihm großen Spaß, sich in Filmfiguren hineinzuversetzen. „Spiderman war mein Held. Ich habe immer versucht, wie er die Wände hochzuklettern“, erinnert er sich. Als Zuschauer mussten seine Eltern herhalten. Später haben ihn dann Youtuber fasziniert und beeinflusst. Schnell war ihm klar: Das will ich auch.

„Dabei habe ich meine schulischen Berufspraktika noch beim Zeitungsverlag und bei der Polizei gemacht“, sagt er. „Aber ich habe mich dabei nie frei gefühlt und hatte nie das Gefühl, dass ich das unbedingt machen will.“ Das ist jetzt anders. Ihm sei zwar klar, dass der Beruf des Schauspielers ein hartes Geschäft ist, „aber ich gebe nicht auf und ziehe das durch.“

Trotzdem gibt er zu, dass es ohne die Unterstützung seiner Mutter schwer wäre. „Sie kümmert sich um meine Finanzen, fährt mich zu Terminen und berät mich, bei welchen Agenturen ich mich vorstellen könnte.“ Auch muss er sich so noch keine Gedanken darüber machen, wie er mit seinem selbstverdienten Geld über die Runden kommen soll. Da bleibt Raum für kreative Projekte.

Zusammen mit einem Kollegen aus Hamburg plant er, im Sommer einen Kurzfilm zu drehen. Das Drehbuch dazu hat er selbst geschrieben. Eine Komödie soll es werden. Und die nächsten Castings stehen auch schon vor der Tür.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert