Haftpflicht: Zuerst in die Versicherung der Eltern schauen

Von: ik
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Wenn der Versicherungsschutz der Eltern gut ist, gilt er auch für die mitversicherten Kinder. Foto: stock/suedraumfoto

Region. In unserer Serie „Für Euch erklärt“ geben wir hilfreiche Tipps zu Fragen ums Wohnen, Studieren und Leben. Diesmal geht es um die Haftpflichtversicherung. Darüber haben wir mit Philipp Opfermann von der Verbraucherzentrale NRW gesprochen.

Wir Hier: Herr Opfermann, ab wann muss man sich als junger Mensch um die Haftpflichtversicherung kümmern?

Opfermann: In der Regel ist man als Student über seine Eltern versichert – und zwar bis zum Ende der ersten Ausbildung. Darunter fallen eine Ausbildung oder auch das Studium. Noch immer kursiert die Annahme, dass man ab 25 Jahren aus der Versicherung der Eltern ausscheidet. Das ist heute aber oft nicht mehr so. Dazu sollte man vorsichtshalber in die Versicherung der Eltern anschauen. Das empfiehlt sich in jedem Fall nach Ende der Schulzeit.

Wir Hier: Muss man als Student denn besondere Schadensfälle abdecken lassen? Was ist beispielsweise, wenn ich im Studentenwohnheim lebe und den Schlüssel verliere? Muss ich für die Schließanlage aufkommen?

Opfermann: Man braucht keine Extra-Klauseln für Studenten. Wenn der Versicherungsschutz der Eltern gut ist, gilt dieser auch für die mitversicherten Kinder. Wenn man Kaffee über den Laptop des Kommilitonen schüttet, ist das in der elterlichen Versicherung abgesichert. Die Police sollte man aber mal überprüfen – auch im Interesse der Eltern. Die Versicherungssumme sollte mindestens fünf Millionen Euro betragen, eher mehr. Schlüsselverlust und Mietsachschäden sollten mit abgedeckt sein. Auch Schäden durch aus Versehen aufgespielte Schadsoftware auf fremden Gerät sollten mitversichert werden.

Wir Hier: Wo kann man sich informieren und beraten lassen, wenn man sich selbst versichern muss?

Opfermann: Die Stiftung Warentest bietet einen guten und unabhängigen Überblick. Dort erfährt man auch, was zu einer guten Haftpflichtversicherung gehört. Vergleichsportale im Internet sind eine gute erste Anlaufstelle, aber mit Vorsicht zu genießen. Denn das sind meist Versicherungsvermittler, die selbst Geld verdienen wollen. So unabhängig ist der Vergleich dort also auch nicht. Deshalb sollte man zwischen den Portalen vergleichen.

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